
Dieser Paukenschlag offenbart den Niedergang der europäischen Industrie: Volkswagen, als zweitgrößter Autobauer der Welt gleichsam das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, steckt tief in der Krise. Die Hiobsbotschaft trifft auch Österreich mitten ins Herz. Aktuell hängen 81.000 Arbeitsplätze in knapp 700 heimischen Unternehmen mit 28,5 Milliarden Euro Umsatz an der deutschen Automobilindustrie.
In Summe hat Deutschland als unser größter Handelspartner im Jahr 2023 Waren „made in Austria“ im Wert von 58 Milliarden Euro eingekauft. Macht 29 Prozent unseres gesamten Exports. Nicht umsonst wird diese wirtschaftliche Abhängigkeit vom Nachbarn mit folgendem geflügeltem Wort auf den Punkt gebracht: „Wenn Deutschland hustet, bekommt Österreich die Grippe.“
Angesichts der aktuellen Lage der deutschen Wirtschaft müssen wir uns auf eine schwere Lungenentzündung einstellen. Ein Vorzeichen sind die rund 2000 Jobs, die heuer alleine bei den Vorzeigeunternehmen Magna, Infineon, Steyr, Fronius und Pierer Mobility verloren gegangen sind.
Deshalb braucht es dringend eine entschlossene Regierung, die mit neuen Anreizen neue Firmen nach Österreich lockt und Paradekonzerne wie Red Bull im Land hält. Mit hohen Lohnnebenkosten, Erbschaftssteuern und Millionärsabgaben funktioniert das nicht. De facto steuern Steuern unseren Wohlstand. Das Motto kann nur lauten: Entlastung statt Belastung. Wer das erkennt und einen Aufschwungplan vorlegt, gewinnt die Wähler.
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