Um Terror-Anschläge verhindern zu können, will die Zürcher Sicherheitsdirektion künftig auf Künstliche Intelligenz setzen. Sie soll der Polizei helfen, die Daten in geschlossenen Chats und Foren zu sichten. Auch Kfz-Kennzeichen sollen automatisch gelesen werden.
„Wir hatten eine Reihe von gravierenden Ereignissen in Europa“, sagte der Sicherheitsdirektor Mario Fehr am Donnerstag vor den Medien. Ereignisse wie der Terrorangriff auf ein Volksfest in Solingen, die Absage der Taylor-Swift-Konzerte in Wien oder das Attentat auf einen Juden in Zürich-Enge „machen uns Sorgen“.
„Wir müssen früher eingreifen können, auch wenn sich Leute einzeln im Internet radikalisieren“, so Fehr. Mit einer Revision des Polizeigesetzes will die Regierung der Polizei nun mehr Rechte einräumen: Sie soll künftig in geschlossenen Chats und Foren ermitteln dürfen. Mithelfen sollen dabei KI-Programme, welche die riesigen Datenmengen nach gewissen Begriffen absuchen sollen.
„Datenschutz ist gewährleistet“
KI soll auch helfen, Kriminelle zu finden, die mit dem Auto unterwegs sind: Sie könnte Kennzeichen künftig per Überwachungskamera erkennen und automatisch mit der Fahndungsdatenbank abgleichen. Geplant ist diese Technik nicht nur bei mutmaßlichem Terrorismus, sondern auch bei anderen schweren Straftaten wie Kindesentführungen. Der Datenschutz sei gewährleistet, versicherte Fehr.
Fehr will der Zürcher Polizei aber nicht nur künstliche Hilfe verschaffen, sondern auch echte Mitarbeitende. Bis 2027 soll der Sollbestand der Kantonspolizei schrittweise um 108 auf 2425 Stellen erhöht werden.
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