Historische Fotos

Eine Reise in die Geschichte der Eisenbahn

Tirol
07.09.2024 18:00

Im Buch zum 100-Jahr-Jubiläum der Österreichischen Bundesbahnen finden sich auch einige Abstecher nach Tirol. Hier wurden spektakuläre Strecken über die Berge gebaut. Die ersten Pläne für den Innsbrucker Hauptbahnhof bergen Überraschendes. 

Als im Jahr 1830 zwischen Liverpool und Manchester die erste Bahnlinie eröffnet wurde, begann in Europa eine neue Ära des Reisens. Nur wenige Jahrzehnte später war auch das lange Zeit abgelegene Tirol mit spektakulären Bahnbauten über die Alpen mit der Welt verbunden.

Neben der Bedeutung für das Militär und den Handel war die Bahn auch Motor für den Tourismus. 1853 hat laut Geschichtsschreibung Kaiser Franz Joseph I. den Bau der ersten Eisenbahnstrecke Westösterreichs von Innsbruck nach Wörgl verfügt. Schon bald sollte auch die Verbindung zwischen Innsbruck und München auf Schienen sein.

Hauptbahnhof neben der Triumphpforte geplant
Erste Einschätzungen und Gutachten zu den Möglichkeiten des neuen Verkehrsmittels in Tirol stammten von Alois von Negrelli (1799 – 1858), dessen Mitarbeit am Suezkanal als eine der größten technischen Leistungen des 19. Jahrhunderts gilt. Negrelli arbeitete in jungen Jahren in Innsbruck und kannte die Stadt gut. Als Platz für den Hauptbahnhof hatte er die Triumphpforte und den Hofgarten im Auge. Die Empfehlungen Negrellis wurden bekanntlich nicht umgesetzt.

Im Innsbrucker Stadtarchiv ist nachzulesen, dass „die günstigen Grundpreise außerhalb der Stadtgrenzen unter anderem den Anstoß gaben, den Bahnhof auf Weideflächen in Wilten zu errichten. Erst 1861 kam das Bahnhofsareal zum Innsbrucker Stadtgebiet“.

Der „gläserne Zug“ aus Deutschland beim Tunnel an der Martinswand 1936. Noch heute ist die Fahrt ...
Der „gläserne Zug“ aus Deutschland beim Tunnel an der Martinswand 1936. Noch heute ist die Fahrt über diese Strecke spektakulär.(Bild: Scherl/SZ Photo)
Die Elektrolok „Krokodil“ wurde ab 1923 gebaut. Hier sieht man sie auf Tirol-Besuch im Inntal.
Die Elektrolok „Krokodil“ wurde ab 1923 gebaut. Hier sieht man sie auf Tirol-Besuch im Inntal.(Bild: ÖBB-Infra)

Vom Kopfbahnhof zum Verkehrsknotenpunkt
Vor allem die Verbindung über den Brenner, die ab 1867 in Betrieb war, sorgte für eine Belebung der Stadt durch den Fremdenverkehr. Am 8. Mai 1867 durchfuhr die erste Lokomotive den Bergiseltunnel und am 25. Juli durchfuhr ein Probezug die gesamte Strecke von Innsbruck nach Bozen. Bis dahin war Innsbruck ein Kopfbahnhof für Züge, die aus dem Osten ankamen.

Beflügelt von den Erfolgen wurde ein kühnes Projekt nach dem anderen realisiert. Mit der Eröffnung der Arlbergbahn 1884 war Innsbruck endgültig zum Verkehrsknotenpunkt geworden. 1912 wieder ein Meilenstein: Die Mittenwaldbahn fährt ab.

Die hier gezeigten Fotos stammen aus dem Buch zum 100-Jahr-Jubiläum der Österreichischen Bundesbahnen mit dem Titel „Einsteigen, bitte!“ (Verlag Molden). Ein spannendes Nachschlagewerk für Freunde der Eisenbahn.

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