



Noch immer sind zahlreiche Kräfte der Feuerwehr in Biedermannsdorf (NÖ) nach dem gewaltigen Hallenbrand vor Ort, um Glutnester zu löschen. Vier Feuerwehrkräfte wurden dabei verletzt. Erst um 0.30 Uhr konnte dort „Brand aus“ gegeben werden. Eine der „zündenden Ideen“, um dem Flammenmeer endgültig den Garaus zu machen: ein Bagger!
Stundenlang wütete ab Dienstagnachmittag ein gewaltiges Feuer gleich neben der Südautobahn (A2) bei Wiener Neudorf. Eine 1500 Quadratmeter große Halle voller Dekorationsmaterialien war in Brand geraten, die riesige Rauchsäule war bis nach Wien zu sehen.
Großaufgebot an Einsatzkräften
316 Feuerwehrmitglieder aus 13 Feuerwehren waren vor Ort im Einsatz. Autofahrer mussten teilweise wegen der starken Sichtbehinderung durch die Rauchschwaden das Tempo reduzieren und die Bevölkerung der drei Gemeinden Biedermannsdorf, Wiener Neudorf und Mödling wurde zum Schutz vor den Rauchgasen dazu angehalten, sämtliche Fenster und Türen zu schließen.
Brandbekämpfung von der Autobahn aus
Auf der Südautobahn (A2) wurde bereits bald ein Fahrstreifen gesperrt, damit ein Trupp der Feuerwehr auch den Löschangriff von dieser Seite der riesigen Halle vornehmen konnte. Im Zuge des langen Kampfes gegen das Halleninferno wurde gegen 23 Uhr auf der Autobahn auch ein Bagger abgesetzt, der von dieser Seite aus damit begann, Teile der Hallenfassade wegzureißen, um so besser gegen die Flammen vorgehen zu können, berichtete Paul Fastner vom Bezirksfeuerwehrkommando Mödling.




Langer Kampf und lange Wache
„Um 0.30 Uhr konnte Brand aus gegeben werden“, erklärte Fastner gegenüber der „Krone“. Die freigelegten Glutnester sowie kleinere Brände wurden von der Brandwache gelöscht. Ein Übergreifen auf benachbarte Hallen sowie auf einen Anbau der ausgebrannten Halle konnte verhindert werden. Jedoch ist die Halle stark einsturzgefährdet, weshalb ein Löschangriff von Innen am Dienstag schnell wieder abgebrochen wurde. Auch eine Hochspannungsleitung in unmittelbarer Nähe der Halle erschwerte die Brandbekämpfung. Außerdem mussten vier verletzte Feuerwehrleute an Ort und Stelle versorgt werden.
„Die Nachlöscharbeiten werden den ganzen Tag andauern“, sagt der Einsatzleiter und Feuerwehrkommandant von Biedermannsdorf, Bernhard Tröszter. Zusätzlich zu den Nachlöscharbeiten laufen bereits Ermittlungen zur Brandursache, bisher gab es noch keine Vermutungen darüber, was das Feuer ausgelöst haben könnte. Auch die Hochspannungsleitung über der Inferno-Halle wird nun genau unter die Lupe genommen.
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