Mit einem Stammumfang von mehr als fünf Metern trotzt die „Mutter des Wienerwaldes“ bei Kierling seit 300 Jahren allen Stürmen – die Traubeneiche gilt als echtes Öko-Juwel.
Unser grüner Tann birgt vor allem tief in unseren Revieren im Wienerwald so manche Schätze, die sich oft nur unseren engagierten Baumhütern offenbaren“, versichern die Bundesforste-Chefs Georg Schöppl und Andreas Gruber. Was sie hüten – ein Universum aus Wiesen, mystischen Denkmälern und Klausen, die stumm die Geschichte der Holzbringung von Jahrhunderten erzählen. Geheimnisvoller Mittelpunkt des Universums aus Natur und Kultur: Eine Traubeneiche im Revier Kierling bei Klosterneuburg.
Wir hüten in unserem Revier im Wienerwald spezielle Bäume wie die „Mutter des Wienerwaldes“ und den Speierling für die kommenden Generationen.
Bundesforste-Waldhüterin und Baumbeschützerin Ramona Gockert aus Purkersdorf
Die „Quercus petrea“ – so ihr lateinischer Name – ist mehr als 300 Jahre alt und hat einen Stammumfang von 540 Zentimetern. Unter Einheimischen gilt die Methusalem als Mutter des Wienerwalds. Da ist aber auch ein Veteran der raren Spezies Speierling auf der nahen Gsängerwiese. Er ist schon ein Jahrhundert fest an seinem Platz verwurzelt. Försterin Ramona Gockert weiß, dass die birnchenförmigen Früchte ein gefundenes Fressen für viele Wildtiere sind und damit gleichsam ein Tierparadies für sich erschaffen.
Stichwort Garten Eden: Dieser blüht auch um die Ruine des Klosters „Sancta Maruia in Paradyso“ oder auch „Sankt Laurentius im Paradies“ ganz am Rande von Tullnerbach und damit hart an der Grenze zur Gemeinde Sieghartskirchen. Ebenso wundersame wie berührende Marterl und Andachtsstätten singen das „Loblied“ der Schöpfung. Die Bundesforste bewahren alles sehr sorgsam.
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