In der Gemeinde Weyregg am Attersee uferten zuletzt die nächtlichen Partys aus. Die Ortspolitik reagierte die auf Klagen der Anrainer über Lärm und Müll und verhängte nach einem Beschluss des Gemeinderats auf der Straße zur Gahbergwarte ein Parkverbot zwischen 1 und 6 Uhr. Die Astrofotografen sind sauer.
Für Sterneforscher sowie Astrofotografen haben seit 2021 die Gemeinden Steinbach, Altmünster, Aurach am Hongar, Schörfling und Weyregg einen besonderen Reiz. Das rund 106 Quadratkilometer große Gebiet des Sternenparks Attersee-Traunsee wurde als erster österreichischer Standort in die renommierte Liste der Internationalen „Dark Sky Parks“ aufgenommen. In diesen Sternenparks wird besonders viel für den Erhalt der nächtlichen Dunkelheit getan, um die Sterne noch besser sehen zu können.
Zuletzt gab es sehr viele Beschwerden der Anrainer über Lärm, Müll und wildes Campieren. Deshalb haben wir das Parkverbot in der Nach beschlossen, es hat sich auch schon bewährt.
Michael Stur, Bürgermeister in Weyregg
Zuletzt lockte der faszinierende Nachthimmel aber nicht nur Astronomen und Fotografen an. Besonders im Umkreis der Gahbergkapelle in Weyregg stiegen in der Nacht wilde Partys. Anrainer beklagten nicht nur den Lärm, sondern auch den zurückgelassenen Müll und ein ausuferndes Wild-Campieren.
Gemeinderat beschloss Parkverbot
Die Gemeinde reagierte und verordnete nach einem Beschluss im Ortsparlament ein umstrittenes Parkverbot von 1 bis 6 Uhr auf der Gahbergstraße. „Eigens dafür geschulte Mitarbeiter und die Exekutive kontrollieren das Parkverbot. Es wurde auch schon gestraft, und die Maßnahme zeigt Wirkung“, so VP-Bürgermeister Michael Stur.
Unter den Astrofotografen ist der Unmut hingegen besonders groß: „Der Sternenpark ist für uns uninteressant geworden. Die Astrofotografie ist erst nach Mitternacht für die Langzeitbelichtungen sowie Zeitrafferaufnahmen interessant“, ärgert sich ein Nacht-Knipser. Nachsatz: „Es wäre viel sinnvoller gewesen, ein Campingverbot statt eines generellen Halteverbots zu verordnen.“
Stur: „Wer in der Nacht tatsächlich nur fotografieren will, kann sich mit den Verantwortlichen der Gahbergwarte arrangieren. Dort stehen etliche Parkplätze zur Verfügung.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.