Zwei Supermärkte bieten für jeweils 60 Minuten an jedem Tag ein besonders ruhiges Einkaufserlebnis, um auf die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Autismus einzugehen.
Lärm, grelles Licht und größere Menschenansammlungen können vor allem für Autisten zu einer Reizüberflutung führen. Diese besondere Empfindlichkeit verwandelt dann viele alltägliche Situationen zu schier unüberwindbaren Aufgaben. Auch Einkaufen kann dazu werden. Denn Supermärkte und Shoppingcenter sind meist gut frequentiert , laut und äußerst lichtintensiv.
Verein hilft Rewe-Konzern
Um autistischen Kunden ein möglichst stressfreies Einkaufserlebnis bieten zu können, wurde nun in zwei Billa-Filialen in Niederösterreich die „stille Stunde“ eingeführt. Täglich wird in den Filialen in der Siegfried-Marcus-Straße in Biedermannsdorf im Bezirk Mödling (15 bis 16 Uhr) und in der Bahnhofstraße in Pitten im Bezirk Neunkirchen (14 bis 15 Uhr) in diesen 60 Minuten komplett auf Musik und Durchsagen verzichtet. Die Mitarbeiter wurden in den beiden Supermärkten von den Experten des Vereins „Rainman’s Home“, der dem Konzern beratend zur Seite steht, speziell geschult und sensibilisiert. Assistenzhunde dürfen ihre Besitzer zudem begleiten.
„Lebensqualität verbessert“
„Die Einführung der ,stillen Stunde’ ist ein wichtiger Schritt, um ein inklusives Einkaufserlebnis zu schaffen. Wir möchten Menschen mit Autismus die Möglichkeit geben, in einer angenehmen und unterstützenden Umgebung einzukaufen“, betont Billa-Vertriebsdirektor Stefan Weinlich. Auch „Rainman’s Home“-Obmann Anton Diestelberger freut sich: „So schaffen wir es, die Lebensqualität von Autisten wesentlich zu verbessern.“
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