Nun Angst vor Seuchen

Mehr als 3300 Tote nach Erdbeben in Myanmar

Ausland
05.04.2025 12:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

Gut eine Woche nach dem schweren Erdbeben in Myanmar ist die Zahl der Todesopfer abermals gestiegen. Die staatlichen Medien meldeten am Samstag 3354 Tote und 220 Vermisste. Zudem seien 4850 Menschen verletzt worden. Hilfsorganisationen warnen vor dem Ausbruch schwerer Krankheiten wie Cholera.

Das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte wirft der in dem südostasiatischen Land herrschenden Militärjunta vor, die Lieferung von Hilfsgütern an Gemeinden zu begrenzen, die nicht hinter dem Regime stehen. Vom Militär gab es dazu keine Stellungnahme. Die Hilfseinsätze in den Erdbebebengebieten werden durch die Folgen des Bürgerkriegs erschwert.

Die Aufräumarbeiten nach dem schweren Beben werden sich noch lange hinziehen.
Die Aufräumarbeiten nach dem schweren Beben werden sich noch lange hinziehen.(Bild: AFP/ZAW HTUN)

Das Militär hatte 2021 die gewählte Regierung um die Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. Durch den darauffolgenden Bürgerkrieg wurden mehr als drei Millionen Menschen vertrieben. Die Gesundheitsversorgung war schon vor dem Erdbeben am 28. März schwierig, viele Menschen sind von Hunger bedroht.

Einige Gemeinden fast vollständig zerstört
Den Vereinten Nationen zufolge benötigt mehr als ein Drittel der Bevölkerung humanitäre Hilfe. Das Erdbeben der Stärke 7,7 war eines der schwersten in Myanmar seit einem Jahrhundert. Zahllose Gebäude – darunter auch Krankenhäuser – stürzten ein, ganze Gemeinden wurden fast vollständig zerstört.

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