Wirtshaus zerstört

Familie hält nach Brandstiftung zum Sohn

Oberösterreich
16.08.2024 08:00

Das durch Flammen zerstörte Traditionsgasthaus im Hausruck soll laut Betreiber wieder aufgebaut werden. Derzeit gilt das Augenmerk aber dem 20-jährigen Sohn, der im Verdacht steht, für das Feuer verantwortlich zu sein. Die Familie steht fest hinter ihm.

„Das Materielle ist jetzt wirklich unwichtig“ – bei einer Wirtsfamilie im Hausruckviertel gilt das Augenmerk derzeit vor allem dem Sohn. Er steht zwar in Verdacht, zweimal – fahrlässig oder absichtlich, das ist noch unklar – gezündelt und damit am 1. August das Gasthaus in Schutt und Asche gelegt zu haben, aber die Familie steht hinter dem 20-Jährigen. „Wichtig ist nur, dass es dem Buben gut geht“, sagt der 57-jährige Vater zur „Krone“, will sich aber zum Brand und dem Verdacht gegen seinen Sohn, der auf freiem Fuß ist, nicht weiter äußern.

Hier ermitteln, wie berichtet, noch Experten. Der 20-Jährige gab gegenüber der Polizei zu, für das verheerende Feuer und einen kleineren Brand Ende Mai – damals stand ein Papiercontainer in Flammen – verantwortlich zu sein. Laut Staatsanwaltschaft Wels gibt er an, Zigaretten unsachgemäß entsorgt zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Geständnis, aber kein konkretes Motiv
Nach dem katastrophalen Band, der in einem Carport seinen Ausgang genommen hatte, geriet der 20-Jährige rasch ins Visier, als klar war, dass kein technischer Defekt als Ursache in Frage kam. Es gibt zwar offenbar kein Motiv, aber sein Verhalten machte den 20-Jährigen verdächtig.

Junior sollte den Betrieb einmal übernehmen
Die Wirtsleute wollen jedenfalls ihren Betrieb wieder aufbauen: „Das Aufsperren wird sicher noch eine Zeit lang dauern, heuer wird es sicher nichts. Aber das Lokal wird weitergeführt, das ist fix. Wir wollen den Betrieb und die Abläufe vereinfachen“, so der mit Preisen ausgezeichnete Gastronom.

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Das Lokal wird weitergeführt, das ist fix. Wir wollen den Betrieb und die Abläufe vereinfachen.

Gastronom (57)

Der langfristige Plan – zumindest bis zu den Bränden – war, dass der Sohn einmal das Lokal übernimmt und weiterführt. Er hat eine Kochlehre abgeschlossen, arbeitete auch schon im Wirtshaus. Und der 20-Jährige hatte in der Brandnacht noch richtig reagiert, seine bereits schlafenden Eltern im letzten Moment geweckt und gerettet.

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