Diese Frau ist nicht zu fassen. Das erwartete Gigantinnen-Duell zwischen Sydney McLaughlin-Levrone und Femke Bol wurde zur One-Woman-Show der wohl aufregendsten Läuferin der letzten Jahre. McLaughlin-Levrone verbesserte über 400 Meter Hürden den Weltrekord zum bereits sechsten Mal auf 50,37 Sekunden.
Noch mehr als die 200 Meter der Herren standen im Stade de France am Donnerstagabend die 400 Meter Hürden der Damen im Mittelpunkt. Eine Disziplin, auf die sonst nicht das Rampenlicht gerichtet ist, dass dies dem diesmal doch so war, war zwei Ausnahmeläuferinnen geschuldet: Sydney McLaughlin-Levrone, die auf dieser Strecke schon fünfmal den Weltrekord gebrochen hatte, und der fast ebenso schnellen Femke Bol, die heuer als zweite Läuferin unter 51 Sekunden geblieben war.
Alles freute sich auf das Gigantenduell – vor allem die Niederländer, die die Sensation witterten. In Scharen hatten sie die geringe Distanz aus der Heimat zurückgelegt, orangefarbene Punkte waren auf den Rängen über das ganze Stade de France verteilt.
Und das Rennen hielt, was es versprach, vielleicht nicht an Spannung, aber in Hinblick auf die Leistung. Denn Sydney McLaughlin-Levrone legte einen der fabelhaftesten Läufe der Geschichte hin, Schon nach zwei Hürden lag sie klar vor Bol, in der Schlusskurve hatte sie die Holländerin, die in Europa sowohl über die Hürden als auch die flache Stadionrunde unangetastet ist, eingeholt und zog auf und davon. In 50,37 Sekunden zerschmetterte sie ihren eigenen Weltrekord erneut um 28 Hundertstel. Unglaublich!
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