Keine Zeit zum Durchschnaufen! Die Pfarrwerfener Feuerwehr musste am Wochenende zu bereits 100. Einsatz in diesem Jahr ausrücken. Ein Rekord, der alle an ihre Grenzen bringt.
„Feiern werden wir nicht. Es könnte schon gerne auch ein bisserl ruhiger zugehen“, muss Peter Buchsteiner grinsen. Was der Pfarrwerfener Ortsfeuerwehrkommandant damit meint? Er und seine Kameraden mussten am Sonntag zum bereits 100. Einsatz in diesem Jahr ausrücken. „Das ist ein absoluter Rekord“, sagt Buchsteiner. Zum Vergleich: In den vergangen zehn Jahren waren es stets zwischen 37 und 88 Alarmierungen.
Fünf Pkw kollidierten knapp vor A10-Tunnel
Sonntagmittag musste die Feuerwehr einmal mehr zu einem Verkehrsunfall auf der Tauernautobahn (A10) fahren. Knapp 500 Meter vor dem Helbersbergtunnel kollidierten in Fahrtrichtung Salzburg fünf Autos im dichten Reiseverkehr. Drei Personen verletzten sich. Knapp eine Stunde waren die Feuerwehrleute vor Ort. „Wir sind immer bereit. Aber man kann sich schon etwas Schöneres vorstellen, als auch am Wochenende ständig auszurücken“, betont Buchsteiner. Bereits am Vortag werkten die Pfarrwerfener Floriani auf der A10. Ein Klein-Lkw hatte am frühen Samstagmorgen Feuer gefangen und brannte komplett aus – die „Krone“ berichtete.
Wieso in der beschaulichen Pongauer Gemeinde in diesem Jahr derart viel los? Darauf hat auch der Pfarrwerfener Ortsfeuerwehrkommandant keine Antwort parat. „Auf der Autobahn ist viel los – aber eben nicht nur. Wir hatten auch viele Sturmschäden, etliche Wespen-Einsätze und auch einen Chlor-Austritt bei einem privaten Schwimmbad“, sagt Buchsteiner.
Die 68 Mitglieder der Feuerwehr geben alles
Die Feuerwehr in Pfarrwerfen hat derzeit 68 Mitglieder. Noch ist die Moral seiner Mannschaft freilich ungebrochen. Aber: „Es ist schon mühsam, wir sind ein kleiner Ort. Wir arbeiten am Anschlag.“
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