Schon vor einem Jahr ist es ein großer Schock für die Region und die Eissport-Fans gewesen. Nun geht‘s weiter: Die Nockhalle in Radenthein bleibt auch in diesem Winter zu. Weil die jährlichen Kosten von etwa 120.000 Euro nicht gestemmt werden können – das gefährdet auch die Zukunft des Eishockey-Klubs EC Feld am See.
Für große Aufregung hatte im Vorjahr die Nachricht gesorgt, dass die Nockhalle in Radenthein für den vorigen Winter geschlossen bleiben muss. Jetzt allerdings ist klar, dass es auch heuer kein Comeback geben wird. Der jährliche Abgang von bis zu 120.000 Euro kann von der Gemeinde nicht gestemmt werden. Ein Versuch, umliegende Gemeinden ins Boot zu holen und die Eishalle zu einem Regionsprojekt zu machen, ist gescheitert. „Erst waren 17 Gemeinden aus der Umgebung dabei, am Ende blieben nur vier übrig“, ärgert sich Sport-Stadtrat Wolfgang Polanig, der sehr geknickt ist.
Keine Mehrheit für die Eishalle
Für den Politiker sei es eine Katastrophe, dass eine Sportstätte geschlossen bleiben muss: „Wir haben alles versucht, haben um Fördermittel angefragt, an Energie-Maßnahmen gearbeitet. Aber am Ende war für die Öffnung der Eishalle leider keine Mehrheit zu finden.“ Fakt ist zudem auch: Auch in Zukunft wird es finanziell nicht leichter, eine Eishalle zu betreiben. Polanig: „Es sieht leider nicht gut aus. Wir müssen nun evaluieren, wie es weitergeht.“
Eishockey-Klub sucht Kooperation
Eine Hiobsbotschaft ist diese Meldung natürlich für den Verein EC Feld am See. Der Eishockey-Klub wollte nach einer Saison Pause (die Spieler wurden in der Zwischenzeit an andere Klubs verliehen) wieder in der Division II Mitte der Kärntner Liga einsteigen. Was nun aber schwierig ist. „Jetzt müssen wir eine Alternative suchen, vielleicht mit einer Kooperation mit einem Klub, der eine eigene Halle oder anständige Eiszeiten hat“, sagt Sportchef Christian Erlacher. „Wenn man neue Eiszeiten haben möchte, gibt es die oft erst am späten Abend um 22 Uhr – das ist für die Spieler schwierig.
Wenn die Nockhalle zubleibt, ist Nachwuchsarbeit eigentlich unmöglich. Viele Kinder haben bereits aufgehört, Eishockey zu spielen.
Feld am Sees sportlicher Leiter, Christian Erlacher
Viele Kinder haben aufgehört
Ein großes Problem ist auch der Nachwuchs – viele Kinder haben aufgehört oder sind zu anderen Vereinen abgewandert. Erlacher: „Ich denke, dass die Nachwuchsarbeit durch diese Nachricht fast unmöglich wird. Bei einer Vorstandssitzung demnächst werden wir beschließen, wie es weitergeht.“
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