Das kleine, friedliche Königreich Bhutan, hoch oben im Himalaya, steht vor einem historischen Wandel. Der König plant, seinen Bürgern Internet, Fernsehen und Demokratie zu bringen. Doch der alte Lama (Kelsang Choejay) ist beunruhigt und schickt einen jungen Mönch mit einem Gewehr zu einer geheimnisvollen Zeremonie. Lesen Sie hier unsere Kritik zu „Was will der Lama mit dem Gewehr?“
Als der König von Bhutan mit einer groß angelegten Testwahl das Tor zur Demokratie aufstößt, zeigen sich seine Untertanen erst einmal verunsichert. Der Reiz des Kapitalismus ist ihnen total fremd, und ein Gerangel unter verschiedenen Parteien ist den von absolutem Gemeinschaftssinn durchdrungenen Bewohnern dieses Landes an den Flanken des Himalajas überhaupt unverständlich.
Auch dem ansässigen Lama (Kelsang Choejay) ist dieser Umbruch nicht geheuer, und so beauftragt er einen Mönch, ihm ein Gewehr zu besorgen, das er jedoch nicht im militanten Sinne, sondern bei einer Vollmond-Zeremonie zu verwenden gedenkt. Doch auch ein US-Waffennarr interessiert sich für den Schießprügel aus der Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges.
Der von historischen Ereignissen inspirierte und mit einem Laienensemble realisierte Streifen, der als launiger Episodenfilm mehrere Erzählstränge verflicht, schaukelt sich an absurder Situationskomik hoch und findet für das Bild einer sich wandelnden Gesellschaft einen erfrischend humorvollen Ton, der die allem Neuen vorauseilende Frage „Wie sollen wir wissen, ob es gut für uns ist?“ in den Raum stellt. Regie führte Pawo Choyning Dorji, dessen Debütfilm „Lunana – Das Glück liegt im Himalaja“ 2022 für den Auslands-Oscar nominiert wurde.
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