Mitte des 18. Jahrhunderts ruft König Frederik V. zur Besiedlung der Heide Jütlands auf. Ex-Soldat Ludvig Kahlen (Mads Mikkelsen) will das Niemandsland bezwingen. Doch Gutsherr Frederik De Schinkel (Benjamin Bennebjerg) beansprucht das Land und setzt alles daran, Kahlen zu stoppen. Schauspieler Mads Mikkelsen wurde für seine Rolle mit dem Europäischen Filmpreis als bester Darsteller ausgezeichnet. Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zu „King‘s Land“.
Dänische Ländereien, Mitte des 18. Jh.s. Die Aussicht auf einen Adelstitel treibt ihn an: Ludwig Kahlen (Mads Mikkelsen), ehemaliger Hauptmann der königlichen Armee unter Frederick V., ist wild entschlossen, die karge Heide in Jütland, bislang unfruchtbares Ödland, zu kultivieren, urbar zu machen – und sein von allen belächeltes Vorhaben auch noch selbst zu finanzieren. Als Bastard – so lautet auch der dänische Filmtitel „Bastarden“ – eines mutmaßlichen Landedelmanns, wurde Kahlen trotz treuer Dienste nie Anerkennung bei Hofe zuteil.

Doch die steinharte Scholle ist nicht der einzige Hemmschuh bei seinem gewagten Unterfangen. Ein brutaler Gutsherr, ein Tyrann und mieser Vergewaltiger, der jeden Kittel ungefragt an sich reißt und in der Abgeschiedenheit dieses Brachlandes eine Schreckensherrschaft führt, torpediert Kahlens Projekt – und wird zu seinem erbitterten Feind.
Regisseur Nikolaj Arcel macht aus diesem historischen Stoff einen rohen nordischen Western, der vor dem Hintergrund einer rauen unwirtlichen Landschaft um Klassenunterschiede, Missbrauch und Ausbeutung kreist.
Der großartige Mads Mikkelsen fesselt als stoischer wortkarger Einzelgänger, wird zu einem an Kleists Michael Kohlhaas erinnernden willensstarken Kämpfer, dessen minimalistisch kalibrierte Mimik das trotzige Streben eines um Wertschätzung buhlenden Öko-Visionärs im dänischen Königreich spiegelt (dänischer Oscar-Beitrag 2024).
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