Wir schreiben das Jahr 1989: Lou (Kristen Stewart) arbeitet im Fitness-Studio und handelt nebenbei mit Anabolika. Jackie (Katy O´Brien) möchte sich für einen Muskel-Wettbewerb in Form bringen. Als sich ihre Wege kreuzen, spüren sie eine starke Anziehung und werden ein Paar. Doch sie ahnen nicht, dass Lous skrupelloser Gangster-Vater ihre Beziehung bedroht. Lesen Sie hier unsere „Krone“-Kino-Kritik zu „Love Lies Bleeding“.
Eine Kleinstadt 1989 in New Mexico. Ein heruntergekommenes männerdominiertes Kaff, in dem die Kriminalität gärt. Lou (Kristen Stewart) jobbt in einem Fitness-Studio und vertickt nebenbei Anabolika. Als die junge Bodybuilderin Jackie (eine Wucht: Katy O’ Brien) dort auftaucht – sie will sich vor einem Muskel-Contest in Las Vegas in Form bringen – brennt sofort die Luft zwischen den beiden Frauen und sie geben der Anziehung nach und werden ein Paar.
Doch Lous problematische Familienbande – ihr Dad ist ein lokale Gangstergröße, der Schwager ein fieser Schläger – ziehen das frische lesbische Glück in eine Spirale der Gewalt hinein. Plötzlich haben Lou und Jackie eine Leiche zu entsorgen.
Regisseurin Rose Glass skizziert einen von Unterdrückung, Tristesse und miesen Geschäften geprägten Mikrokosmos, verknüpft diesen mit Neo-Noir- und Thrillerelementen und kontrastiert die Auswüchse heftiger Brutalität mit mit explizit sinnlich- queeren Sexszenen.
Ein gewagter Genremix, dessen Filmsprache mitunter an die eines Tarantino oder Cronenberg gemahnt und Gewaltexzesse mit makaberen Humor abfedert. Der facettenreiche Befreiungsschlag zweier Frauen jenseits moralischer Zuordnung.
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