Mi, 23. Jänner 2019

2 "Adler" abgestürzt

31.12.2012 09:05

Tournee-Sieg für Kofler und "Morgi" kein Thema mehr

Das favorisierte ÖSV-Team hat schon auf der ersten Station der 61. Vierschanzentournee zwei seiner Sieganwärter in der Gesamtwertung verloren. Thomas Morgenstern, der Gewinner von 2011, verpasste am Sonntag in Oberstdorf nach einem windbedingten "Absturz" das Finale, und Andreas Kofler, Gesamtsieger von 2010, wurde nach der Entscheidung und dem achten Rang wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert. Damit bleibt der beim Auftakt zweitplatzierte Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer als einziger Österreicher in aussichtsreicher Position.

ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner sprach angesichts des "Ausfalls" des Duos von einem bitteren Moment. "Am bittersten ist es natürlich für den Athleten selbst. Der Andi hat das sicher nicht absichtlich gemacht, da lege ich die Hand ins Feuer", betonte der Coach. Als Favorit habe Kofler damit rechnen müssen, erneut kontrolliert zu werden. Die Athleten wollten ans Limit gehen, könnten den Anzug aber nicht vorab von der FIS absegnen lassen, sprach Pointner die Problematik an. "Außerdem dehnt sich der Stoff, und man weiß nicht, wie schnell das zurückgeht." Der Athlet habe jedenfalls die Letztverantwortung, dass alles passe.

"Wiederholungstäter" Kofler
Kofler war schon zum dritten Mal nach dem Sommerbewerb in Hinzenbach (wegen einer Naht) und der Weltcup-Mixed-Konkurrenz in Lillehammer disqualifiziert worden. Der Stubaier war geknickt. "Eine Stelle am Bauch hat nicht gepasst", berichtete Kofler. "Das ist keine feine Situation, ich muss da eine Lösung finden", erklärte der zweifache Saisonsieger. "Lieber beschäftige ich mich mit meinen Sprüngen als mit dem Anzug, ich hatte auch so genug zu fighten."

Er hatte in der Früh den Anzug mit dem Techniker an den wichtigen Stellen kontrolliert, da sei alles in Ordnung gewesen. Die Entscheidung nahm er jedenfalls kritiklos zur Kenntnis. "Ich werde mich hüten, jetzt böses Blut zu machen", sagte er. Den Traum vom zweiten Tourneesieg hatte er nach dem achten Platz ohnehin schon abgehakt. Mehr als 30 Punkte Rückstand wären zu viel gewesen.

Pointner verspricht "tolle Wettkämpfe"
Trotz der neuen Situation wollte Pointner aber keine Missstimmung aufkommen lassen. "Wenn es das einzige Problem ist, dass wir nur noch ein Rennpferd in einer sehr guten Position haben, dann geht es uns gut", erklärte der Coach. "Wir werden noch tolle Wettkämpfe von Kofler und Morgenstern erleben, auch wenn es nicht mehr um die Tournee geht. Gregor ist in toller Verfassung und nervenstark."

Schlierenzauer gab zu, dass ihm nach dem gelungenen Auftakt ein Stein vom Herzen gefallen sei. "Man ist doch etwas nervös, umso schöner, dass es so gut geklappt hat. Meine Leistung war schwer in Ordnung", sagte der 22-Jährige, der die Weltcup-Führung vor Severin Freund ausbaute. "Aber es war sehr schwierig, man hat heute das nötige Glück mit dem Wind und mit der Lukenwahl gebraucht."

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