Die Kuppelsendung „Liebesg‘schichten und Heiratssachen“ ist zurecht noch immer ein Erfolg, doch es fehlt Mut zu Veränderung. Lesen Sie hier unsere „Krone“-TV-Kritik zu der Kultserie.
Der Coco „reißt ein Latin Lover nix aussa“, Hans will eine natürliche Frau „wie im Jungbauernkalender“, Monika nimmt keinen Stubenhocker und Anschi möchte einfach „einen ganz Normalen“ – was die durchwegs schon recht erfahrenen Kandidaten bei den „Liebesg´schichten und Heiratssachen“ suchen, ist ganz unterschiedlich. Aber eines haben sie gemeinsam: Sie sind für fabelhafte Quoten beim ORF verantwortlich.
Die schon ordentlich in die Jahre gekommene Datingshow zieht noch immer, im Schnitt 807.000 Zuschauer hatte, wie berichtet, die erste Folge. Zurecht. Auch bei Folge 2, die heute, Montag, um 20.15 Uhr auf ORF 2 ausgestrahlt wird, kommt jeder Kiebitz auf seine Kosten: Die Charaktere so originell, die Geschichten so aufrichtig, dass man wie gebannt an der Mattscheibe klebt.
Trotzdem: Ein Facelift täte den „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ schon einmal gut. Die immergleichen Schnitte zu vermeintlich aussagekräftigen Details in den Wohnungen der Kandidaten, die Schlager im Hintergrund, die gestellten Hobbie-Szenen, die anders als die intimen Gespräche mit Moderatorin Nina Horowitz so furchtbar unnatürlich wirken – weg damit.
Warum müssen wir der 80-jährigen Anschi zuschauen, wie sie in einer menschenleeren Kellerbar tanzt? Damit tut man den nach Romantik Suchenden meist keinen Gefallen, und Vorführen kann nicht das Ziel sein. Ein paar frische Ideen – und die Traumquoten sind auch für die kommenden Staffeln gesichert!
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