„Wie hoch ist die Obergrenze für Lkw-Fahrten in Tirol, wenn das Slot-System eingeführt wird?“, wollte die Opposition im Landtag am Mittwoch unter anderem wissen. Das Slot-System für Transit-Lkw wurde erneut als Lösung präsentiert, auch wenn vieles ungewiss ist.
Werden es die Nachbarstaaten akzeptieren? Wird Tirol dafür das Nachtfahrverbot aufweichen müssen? Was ist bei einem Unfall oder einem Stau mit den gebuchten Zeitfenstern der Lkw? Und vor allem: Wie hoch liegt die Obergrenze?“ Diese und etliche Fragen mehr wurden am Mittwoch im Landtag an LH Anton Mattle gestellt.
Ziel: Stoßzeiten entzerren
Mengenmäßige Obergrenze nannte Mattle keine. Zumindest bekräftigte er, am Nachtfahrverbot festhalten zu wollen. Es gehe darum, die Verkehrsspitzen, die beispielsweise am Morgen entstehen, zu entzerren. Das Verkehrsaufkommen müsse innerhalb des bewilligten Zeitfensters auf den Tag verteilt werden. Auch in Hamburg sei das System anfänglich skeptisch beurteilt worden.
Harmonisierung des Bahnverkehrs
Mattle rechnet offenbar mit einer Einführung in zeitlicher Nähe zur Fertigstellung des Brenner Basistunnels, womit eine Verlagerung und Entlastung der Bevölkerung einhergehe. Das am Brenner geplante System sei mit jenem in Hamburg vergleichbar, „auch dort hat man sich dieselben Fragen gestellt“. Das Handling für die Speditionen sei sehr einfach. „Die Erfahrung hat gezeigt: Das System ist kein Luftschloss, es funktioniert.“ Eine Harmonisierung des internationalen Bahnverkehrs sei aber unerlässlich.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.