„Bisschen spät ...“

Netanyahu will Familien toter Geiseln treffen

Ausland
18.06.2024 19:14

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat die Angehörigen toter Hamas-Geiseln zu einem Treffen eingeladen. Das vorgeschlagene Treffen löst bei Hinterbliebenen jedoch gemischte Gefühle aus.

„Ich wurde zu einer Zusammenkunft mit dem Regierungschef gebeten“, sagte am Dienstag Scharon Scharabi, dessen Brüder Jossi und Eli in Geiselhaft starben. Er werde die Einladung annehmen. Eine weitere Angehörige, die anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie werde nicht hingehen. „Es ist ihm ein bisschen spät eingefallen, uns einzuladen.“

Treffen für Donnerstag geplant
Nach Angaben der Familien empfängt Netanyahu am Donnerstag eine Gruppe Angehöriger und am Sonntag eine weitere. Einige Angehörige hatten ihm vorgeworfen, zu wenig Mitgefühl mit den Familien der toten Geiseln zu zeigen. Jede Woche demonstrieren in Israel Tausende Menschen gegen Netanyahu und fordern ein Abkommen mit der radikalislamischen Hamas zur Geiselfreilassung.

Bei ihrem brutalen Großangriff auf Israel am 7. Oktober hatten die Islamisten der Hamas und des Palästinensischen Jihad laut israelischen Angaben 1194 Menschen getötet und 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt, darunter Frauen und Kinder. Einige von ihnen wurden inzwischen freigelassen, andere befreit. 116 Geiseln sind demnach noch immer in der Gewalt der Hamas und weiterer Palästinensergruppen. 41 von ihnen sind vermutlich tot.

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