Lehrabschlussprüfung und Angst davor? In der Polytechnischen Schule in Neusiedl arbeitet man dagegen.
Motivation und Lernbereitschaft ist bei Schülern, die schon eine Lehrstelle haben und die Zeit in der Polytechnischen Schule quasi nur mehr „absitzen“, oft Fehlanzeige. In Niederösterreich startete man deshalb im Vorjahr mit einem „Fachabschlussprojekt“, das die jungen Leute noch einmal motivieren und vor allem auf die Lehrabschlussprüfung vorbereiten soll. Denn damit sind die Jugendlichen oft überfordert. Niederösterreich geht damit heuer ins zweite Jahr, die PTS Neusiedl am See ist seit heuer ebenfalls mit im Boot.
Die Schüler des Fachbereiches Metall haben ihre Prüfung bereits absolviert. Darauf vorbereitet hat sie Uwe Tschida. „Sie haben von mir einen Plan bekommen, nach dem sie ein Werkstück angefertigt haben“, erklärt Tschida vom Fachbereich Metall. Der Plan ist von einem alten Landeswettbewerb, bei dem die Schule jedes Jahr mit dabei ist.
Am Prüfungstag ist alles an eine echte Lehrabschlussprüfung angelehnt. Das Werkstück, das vorher im Werkunterricht hergestellt wurde, wird begutachtet, Fachtheorie und ein Fachgespräch mit einem externen Prüfer stehen auf dem Programm.
Beisitzer sind Eltern und Lehrer. „Die Eltern sollen wissen, was ihre Kinder bei uns gelernt haben und wie sie sich in Prüfungssituationen verhalten“, so Tschida. Prüfer am Montag war Christoph Tittler, selbst Absolvent der PTS Neusiedl am See und seit 2007 im Autohaus Ermler. „Die Fachabschlussprüfung ist eine tolle Sache, weil sich die Schüler selbst danach besser einschätzen können. Das ist wichtig für die Lehrabschlussprüfung“, so Tittler. Charlotte Titz
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