Sie sind das derzeitige rot-weiß-rote Golf-Traumpaar – Emma Spitz und Sepp Straka. Sie spielt ab Donnerstag in Rom, er bei den US Open in Pinehurst. Der Unterschied im Preisgeld beträgt fast 20 Millionen Dollar.
Sie sind das derzeitige rot-weiß-rote Golf-Traumpaar – Emma Spitz und Sepp Straka. Die 23-Jährige, die vor kurzem in Berlin ihren ersten Turniersieg erst im Stechen verpasste, ist die beste Österreicherin auf der Ladies European Tour. Der Wiener ist der einzige heimische Profi auf der PGA Tour und dort als Zehnter der Jahreswertung hinter Rory McIlroy und Ludvig Aberg der drittbeste Europäer. Nach vier starken Top-Ten-Ergebnissen in den vergangenen Wochen greift Sepp ab Donnerstag bei den US Open in Pinehurst an.
Wenig Fehler wichtiger als volle Attacke
Spitz traut Straka auf dem legendären Golfkurs in North Carolina viel zu: „Wenn du eigentlich fast jede Woche auf der PGA Tour so weit vorne dabei bist, hast du keine Schwäche mehr in deinem Spiel. Sepp spielt den Ball immer dorthin, wo er ihn haben möchte. Bei den US Open gewinnt nicht der Spieler, der voll attackiert, sondern derjenige, der am wenigsten Fehler macht. Daher könnte dieser Platz ihm perfekt in die Karten spielen.“
„Es ist wie ein Tanz um ein Feuer“
Emma hat den Pinehurst No.2 2012 als junges Mädchen nach dem US Kids Golf-Event gespielt: „Die Fairways sind eng, die Grüns pfeilschnell. Hier gibt es überall das Maximum an Schwierigkeit.“ Straka nickt: „Die US Open sind immer der größte Test des Golfspiels und der größte mentale Test. Es ist wie ein Tanz um ein Feuer. Ein Schritt zu nah an die Flammen – und du verbrennst dich.“ Zu Platz fünf beim „The Memorial Tournament“ in Dublin (Ohio) sagte der 31-Jährige: „Dort lauerte auf fast jeder Bahn ein Bogey. Am Samstag hatte ich trotzdem eine Runde ohne Schlagverlust. Sonntag lief es nicht mehr ganz so rund, aber ich habe gekämpft, bin bereit für die US Open.“ Die waren 2023 mit 20 Millionen Dollar Preisgeld dotiert.
Scheffler scheffelte heuer schon 24 Millionen Dollar Preisgeld
Vor einem Jahr erhielt Wyndham Clark für den Sieg 3,6 Millionen Dollar Preisgeld. Straka verdiente in dieser Saison bisher 3,8 Millionen Dollar, hält bei einem Karriere-Preisgeld von 17 Millionen Dollar. Aber Luxus ist für ihn nicht wichtig: „Ich habe keine teuren Uhren, fahre immer noch das Auto, das ich mir 2018 gekauft habe. Das Einzige, was wir uns gegönnt haben, war ein Haus.“ Zu Seriensieger Scottie Scheffler, der heuer bei unglaublichen 24 Millionen Dollar Preisgeld hält, sagt Sepp: „Es ist fast unmöglich, Scottie zu schlagen.“ Von den imposanten Millionenbeiträgen auf der PGA Tour kann Emma, die mit Tennisspieler Gerald Melzer liiert ist, nur träumen. Bei den Ladies Italian Open geht es für sie und die anderen Spielerinnen im Golf Nazionale von Rom gerade einmal um 300.000 Euro Preisgeld.
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