Ein 58-jähriger Tiroler soll Umsatz- und Einkommensteuer nicht abgeführt, Lohnabgaben verkürzt und Arbeitnehmer nicht gemeldet haben. Fast eine Million Euro soll der Unternehmer dadurch hinterzogen haben. Nun saß der Mann vor Gericht.
Es tut mir wahnsinnig leid. Das, was ich getan habe, war nicht in Ordnung“, gestand der 58-Jährige in Innsbruck vor Gericht. Zwischen den Jahren 2013 und 2021 stimmten bei dem Taxiunternehmer weder Umsatzsteuer- noch Einkommenssteuererklärung. Auch bei den Anmeldungen seiner Arbeitnehmer hakte es ganz gewaltig.
Viele Mitarbeiter spielsüchtig
Erklärungen, warum es mit fast einer Million Euro zu der durchaus stolzen Summe kam, hatte der Tiroler schnell parat: „Meine größtenteils türkischen Arbeitnehmer wollten nicht ganz angemeldet werden, weil ihnen sonst Exekutionen ins Haus gestanden wären.“ Viele seien nämlich „spielsüchtig“ und hätte dementsprechend auch Schulden.
Meine größtenteils türkischen Arbeitnehmer wollten nicht ganz angemeldet werden, weil ihnen sonst Exekutionen ins Haus gestanden wären.
Der Angeklagte vor Gericht
Die „Lösung“, um dennoch Mitarbeiter zu finden, war einfach, wie es sein Verteidiger etwas provokant formuliert: „Es brauchte für das ausgezahlte Schwarzgeld auch Schwarzgeldeinnahmen.“ Auf diese Art und Weise hielt man die beim Taxiunternehmen Beschäftigten – die in Wahrheit Vollzeit statt Teilzeit arbeiteten – bei bester Laune.
Urteil bereits rechtskräftig
Über den Angeklagten, der den gesamten Schadensbetrag bereits mit Zinsen zurückgezahlt hat, wurden eine Geldstrafe von 272.400 Euro und sechs Monate bedingte Haft verhängt.
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