Österreichs Leichtathletik-Star Lukas Weißhaidinger steht im Diskuswurf-Finale der Europameisterschaften in Rom. In der Gruppe A warf er als Drittbester die 2,00 kg schwere Scheibe 63,99 m weit. Damit kam er aus beiden Gruppen als Viertbester in das Finale der zwölf Besten am Freitagabend um 21 Uhr. „Da greife ich natürlich voll an!“ Vielleicht wird’s eine Medaille?
Die „Krone“ berichtet aus Rom
Lukas Weißhaidinger war nach seiner Quali optimistisch: „Das war noch ein Schaulaufen. Ich habe in der Quali sogar Körner für den Abend sparen können. Da wird noch einmal richtig angegriffen. Ich muss und kann noch etwas drauflegen.“ Froh war er, dass er in der A-Gruppe hatte werfen können. „Da war der Diskus-Ring noch im Schatten und es war im Stadion nicht so heiß wie später bei der B-Gruppe.“
Zweites EM-Edelmetall
Nur Weltrekordler Mykolas Alekna warf am Vormittag mit 67,50 m weiter als die erforderliche Direkt-Weite fürs Finale (66,00 m). Damit geht der Litauer auch als Favorit in den Endkampf am Abend. Alekna ist heuer noch unbesiegt. Neben Alekna lagen nur Kristjan Ceh (Slo/65,64) und Henrik Janssen (63,99) in der Gesamtwertung vor dem Oberösterreicher. Weißhaidinger erreichte bei seinem dritten EM-Start auch zum dritten Mal die besten Zwölf. Vor sechs Jahren hatte er in Berlin die Bronze-Medaille geholt, 2022 in München war er Neunter – damals für ihn eine Enttäuschung. „Zumindest will ich mich in Rom besser als vor zwei Jahren platzieren!“
„Top 3 sind drin“
Die Chancen dafür stehen nach dem souveränen Quali-Auftritt in der italienischen Hauptstadt gut. Das Niveau im Diskuswurf der Männer ist zwar heuer extrem hoch. „Aber die Top 3 sind für mich drin“, kündigte Lukas Weißhaidinger an.
Da Weißhaidinger, wie erhofft, in der gleich morgens angesetzten A-Gruppe hatte werfen können, blieb natürlich auch mehr Zeit zum Ausrasten vor dem Finale am späten Abend. Für ihn war es zwar ein Novum, dass die Quali und das Finale am selben Tag stattfinden. Ein Novum war es freilich nicht. Bei Europameisterschaften war dies schon bei der Premiere in Turin 1934 und in Oslo 1946 der Fall. Bei Olympia gab’s dieses Double schon zehnmal – zuletzt noch in Tokio 1964.
Starke Hürdensprinter
Ganz ausgezeichnet schlugen sich Österreichs Hürden-Sprinter! Sowohl Beate Strametz als auch Enzo Diessl erreichten ganz souverän das Semifinale am Samstagabend. Strametz kam sogar als Siegerin ihres Vorlaus mit 12,99 Sekunden in die Runde der besten 24. Und der 20 Jahre alte Diessl, der seinen ersten EM-Start bei den „Großen“ absolviert, ließ auch nichts anbrennen. Als Zweiter seines Heats stieg er in 13,56 Sekunden auf. Beide Hürden-Asse, beide übrigens Steirer, waren sehr zufrieden mit ihrem Auftakt und wollen am Samstag noch etwas drauflegen. Wer weiß, vielleicht geht sich für sie – auch wenn’s sehr hart wird – sogar ein Finale aus?
Isabel Posch begann stark
Parallel zum Diskuswurf der Männer startete auch der Siebenkampf der Frauen. Da machte sich Isabel Posch ausgezeichnet! Die Vorarlbergerin, die erst nach einem Nachgeben der European Athletics einen Startplatz unter den 24 Mehrkämpferinnen erhalten hatte, lief die 100 m Hürden in starken 13,56 Sekunden. Dies war ihre zweitbeste Zeit der Karriere. Verena Mayr begann mit 13,56 Sekunden. Lena Millonig schied in ihrem Vorlauf über 3000 m Hindernis als 15. in 9:57,50 Minuten aus.
Leichtathletik-Europameisterschaften in Rom:
Männer:
110 m Hürden, 1. Vorlauf (+0,1): 2. Diessl 13,56 (im Semifinale)
Diskuswurf, Qualifikation: Gruppe A: 1. Alekna (Lit) 67,50, 2. Janssen (D) 64,74, 3. Weißhaidinger 63,99; Gruppe B: 1. Ceh (Slo) 65,64, 2. Stahl (Sd) 63,79. – Gesamt: 1. Alekna 67,50, 2. Ceh 65,64, 3. Janssen 64,74, 4. Weißhaidinger 63,99, 5. Stahl 63,79, 6. Okoye (Gb) 63,62.
Frauen:
100 m Hürden: 1. Vorlauf (-0,3): 1. Strametz (Ö) 12,99 (im Semifinale)
Siebenkampf, 100 m Hürden: 1. Heat (-0,3): 3. Mayr 13,93; 2. Heat (-0,1): 3. Posch 13,56.
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