14.08.2005 16:35 |

Tennis

Scharapowa bald neue Nummer 1!

Trotz ihrer Brustmuskel-Verletzung wird Maria Scharapowa mit höchster Wahrscheinlichkeit noch vor den US Open zur neuen Nummer eins der Tennis-Welt. Die Russin hatte am Freitag (Ortszeit) in Los Angeles zum Viertelfinale gegen Daniela Hantuchova nicht antreten können. Dennoch sollte sie am Montag in einer Woche Lindsay Davenport auf dem Tennis-Thron ablösen.

Mit einem Sieg gegen Hantuchova hätte Scharapowa die Rechenspiele beendet. Nun dürfte sie aber trotzdem die Nummer eins werden, sogar, wenn sie nicht spielt. Davenport fallen in einer Woche die 175 Punkte des Vorjahressieges in Cincinnati aus der Wertung und sie ist für das Tier-I-Turnier in Toronto nicht gemeldet. Die einzige Möglichkeit für Davenport, ihren Status zu bewahren, wäre, wenn sie in Kanada mit einer Wild Card antreten und dort sehr erfolgreich spielen würde. Dies ist allerdings unwahrscheinlich, da sie zuletzt eine Rückenverletzung auskurierte.

Scharapowa selbst ist zwar bei den Canadian Open noch gemeldet, beziffert aber ihre Chancen, dort anzutreten als "nicht sehr groß". Der entzündete Brustmuskel, der sie seit letztem Oktober und dem Turnier in Zürich-Kloten immer wieder plagt, verhindert derzeit, dass sie Aufschlag und Vorhand beschwerdefrei schlagen kann. Zudem könnte sie mit einem Antreten ihren Start bei den US Open (ab 29. August) gefährden.

Trotz der Blessur freut sich Scharapowa auf ihren neuen Status: "Der Computer lügt nicht. Man muss etwas erreichen, um auf Platz eins zu kommen. Meine letzten beiden Jahre waren fantastisch."

Die 18-jährige Russin ist die insgesamt 15. Spielerin der WTA- Geschichte, die als Nummer eins im Computer-Ranking geführt wird. Die erste war am 3. November 1975 die US-Amerikanerin Chris Evert, danach folgten Martina Navratilova (USA), Tracy Austin (USA), Steffi Graf (GER), Monica Seles (YUG/USA), Arantxa Sanchez (ESP), Martina Hingis (SUI), Lindsay Davenport (USA), Jennifer Capriati (USA), Venus Williams (USA), Serena Williams (USA), Kim Clijsters (BEL), Justine Henin-Hardenne (BEL) und Amelie Mauresmo (FRA).

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