Zwei Männer (22 und 38 Jahren) sollen einen Urlauber aus Deutschland am Reintalersee in Kramsach in Tirol mit einem Tretboot überfahren haben. Nun saßen die mutmaßlichen Täter vor Gericht, schilderten dort aber eine ganz andere Geschichte.
Horror-Erlebnis für Ulrich K. (Name geändert) im August des Vorjahres mitten in einem See in Tirol! Gleich mehrfach hat ein Tretbootfahrer (22) angeblich versucht, den Deutschen zu überfahren. Außerdem soll ein Kumpan (38) den 22-Jährigen mit den Worten „Überfahr ihn!“ angefeuert haben.
Schöffensenat bekam zwei Versionen zu hören
Der 68-Jährige schluckte Wasser, konnte sich laut eigenen Angaben aber völlig erschöpft an das Ufer des Reintalersees bei Kramsach retten. „Ich erlitt dabei auch eine Verletzung am Schienbein“, erinnerte sich der Urlauber in Innsbruck vor Gericht.
Es habe nur ein Wortgefecht gegeben, stellten die beiden Angeklagten die schweren Vorwürfe hingegen vehement in Abrede. „Ich habe überhaupt erst gemerkt, dass ein Schwimmer in unserer Nähe ist, als der Mann uns beschimpft hat“, meinte der 22-Jährige. Sein Begleiter gestand ein, den „zornigen Schwimmer“ angespritzt zu haben. „Aus Spaß!“ Der Tourist soll laut den Angeklagten auch versucht haben, auf das Tretboot zu gelangen. „Dabei kam es zu den Verletzungen“, war der 38-Jährige überzeugt.
Wir wollten uns entschuldigen und den Mann auf ein Bier einladen.
Einer der Angeklagten
Die beiden seien dem Mann danach auch nachgefahren. „Wir wollten uns entschuldigen.“ Man habe den Deutschen auf ein Bier einladen wollen, dieser habe aber abgelehnt und mit einer Anzeige gedroht.
Freispruch im Zweifel
Für den Schöffensenat war es bei Aussage gegen Aussage schwierig, den Angeklagten die Tat zu beweisen. Daher erging ein Freispruch im Zweifel.
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