Mit Neo-IV-Präsidenten

Tirol soll unter die Top-20 der Industrieregionen

Tirol
25.05.2024 12:00

Trotz wirtschaftlich schwierigem Umfeld freut sich der neue Präsident der Tiroler Industriellenvereinigung auf seine Aufgaben. Ein Strategisches Aktionsprogramm soll unter anderem helfen, den Industriestandort zu stärken.

Betriebe verschieben Investitionen ins Ausland, internationale Aufträge bleiben aufgrund schwacher globaler Nachfrage aus und die teuren Löhne sowie die immer noch hohen Energiepreise im Vergleich zu anderen Ländern setzen heimische Unternehmen derzeit massiv unter Druck. Dazu kommt die schwindende Leistungsbereitschaft bei manchen Mitarbeitern. Als neu gewählter Präsident der Industriellenvereinigung (IV) in Tirol will der 60-jährige Max Kloger unter anderem die Abwanderung verhindern und unser Bundesland bis zum Jahr 2030 zu einem der Top-20 Industrieregionen Europas machen. „Derzeit befinden wir uns im Vergleich mit ähnlich strukturierten Regionen auf Rang 30“, erklärt der gebürtige Steirer, seit Jahren Chef der Tiroler Rohre in Hall.

Der neue IV-Präsident Max Kloger
Der neue IV-Präsident Max Kloger(Bild: Birbaumer Johanna)

Oberösterreich in vielen Bereichen ein Vorbild
Um dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen, haben Kloger und sein Team ein Strategisches Aktionsprogramm entwickelt, das sowohl der IV, als auch der heimischen Politik als Richtschnur für die Weiterentwicklung des Industriestandortes dienen soll.

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Wir müssen mehr Frauen in die Technik bringen. Dafür ist bei uns aber auch die Kinderbetreuung noch zu wenig ausgeprägt. In Finnland und Estland schaut dies anders aus.

IV-Geschäftsführer Michael Mairhofer

In den fünf Aktionsfeldern wurden 24 Leitprojekte definiert, die in den nächsten Monaten und Jahren umgesetzt werden sollen. Unter anderem muss es laut dem neu gewählten IV-Präsidenten zu einer Verwaltungs- und Verfahrensvereinfachung kommen. „Oberösterreich, das im Ranking derzeit auf Platz 19 liegt, ist uns da meilenweit enteilt“, meint Kloger. Es sollte aber ein Leichtes sein, vor allem digitale Lösungen, die sich dort bewährt haben, auch in Tirol zu etablieren.

Die konkreten Leistungsindikatoren und Ziele der Projekte sollen aber immer wieder laufend evaluiert werden. „Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, wie schnell und abrupt sich die Rahmenbedingungen für die Industrie ändern können. Deshalb war es mir wichtig, unsere neue Industriestrategie als lebendigen Prozess zu verstehen, bei dem Ziele und Vorgaben nicht starr verankert sind, sondern sich an die Bedürfnisse und Herausforderungen der Zeit anpassen“, betont Kloger.

„Mit weniger Arbeit geht sich Wohlstand nicht aus“
Und wie sieht der neue IV-Präsident eine allfällige Arbeitszeitverkürzung in der Industrie? „Mit weniger Arbeit wird sich mit diesen Rahmenbedingungen Wohlstand wie derzeit nicht mehr ausgehen“, glaubt der vierfache Familienvater. Kloger ist felsenfest davon überzeugt, dass vor allem „viele Schlüsselarbeitskräfte in Zukunft noch mehr arbeiten müssen“.

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