„Krone“-Gastkommentar

Die erste und die letzte Bombe

Kolumnen
07.04.2024 06:00

„Little Boy“ zündet um 8.16 Uhr früh 580 Meter über Hiroshima und bildet einen Feuerball mit 360 Metern Durchmesser. Eine Hitzewelle von 6000 Grad Celsius verwandelt das Stadtzentrum in eine lodernde Hölle. Die Druckwelle erfasst ein Gebiet von 10,9 Quadratkilometern. Vielen, die den Blitz sehen, kocht die Haut am Körper. Binnen Sekunden werden 70.000 Menschen zu Asche, weitere 70.000 sterben danach. Hiroshima, damals japanischer Militärstützpunkt, wird an diesem 6. August 1945 auf einen Blitzschlag ausgelöscht. Mit der ersten Atombombe, die in einem Krieg eingesetzt wird.

Heute existieren weltweit 12.500 Atombomben, die jeweils die vielfache Wirkung von „Little Boy“ erzielen. Für einen regelrechten Urknall vermag die russische Zar-Bombe zu sorgen – mit der 4000-fachen Stärke der Hiroshima-Atombombe. Deren 50 Megatonnen TNT erzeugen einen Feuerball mit 9,2 Kilometern Durchmesser. Deren Druckwelle zerstört alle Gebäude im Umkreis von 55 Kilometern. Deren Zerstörungskraft würde ganz Wien und Umgebung dem Erdboden gleichmachen. Sowohl Russland als auch die USA besitzen Raketen, die mehrere Wasserstoffbomben tragen und ganze Staaten auslöschen können.

De facto wissen Wissenschafter, dass das Risiko einer nuklearen Eskalation noch nie so hoch war. Müssen wir angesichts einer Gefahr, die alle anderen Probleme in den Schatten stellt, nicht alles für den Frieden tun? Dafür sollten Schüler streiken. Und Aktivisten zum Klebstoff greifen.

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