Der Frühsommer lässt die Gräser rascher als sonst in die Höhe sprießen. Das freut neben den Bauern, die vielleicht sogar eine Mahd mehr einbringen können als normal, auch die Jäger und alle Tierfreunde in Oberösterreich. Denn der frühe erste Schnitt wird für junge Wildtiere hundert-, wenn nicht tausendfach zum Lebensretter.
Sie ducken sich ins Gras, wenn Gefahr kommt! Dieses Verhalten hilft gegen natürliche Feinde, ist aber tödlich beim Mähwerk. Bundesweit werden jährlich 25.000 Kitze und abertausende Häschen „gemäht“. „Heuer hilft den Tieren das Wetter und die frühe erste Mahd“, weiß Wildbiologe Christopher Böck vom oö. Landesjagdverband. Die Bauern, die in Oberösterreich 211.000 Hektar Grünland – das sind 42 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen – bearbeiten, werden in Gunstlagen schon Ende April das erste Mal mähen. „Der erste Schnitt ist der wichtigste, da er am qualitätvollsten ist“, erklärt Stefan Rudlstorfer von der Landwirtschaftskammer OÖ, und: „Die Witterung ist perfekt, es gibt genug Feuchtigkeit und jetzt Wärme.“
Hauptsetzzeit ist Mai
„Es gibt zwar schon erste junge Hasen, aber die meisten werden im Mai gesetzt, ebenso bei den Kitzen“, sagt Böck, und zu dieser Zeit sollten die meisten Wiesen schon gemäht sein. „Die Muttertiere suchen sich dann andere geschützte Orte“, erklärt der Biologe.
Luftunterstützung
Die Jäger und Bauern haben übrigens inzwischen aufgerüstet und suchen vorm Mähen die Flächen schon oft mit Drohnen, die über Wärmebildkameras verfügen, ab. Gefundene Tiere werden in Sicherheit gebracht und sicher wieder zurückgesetzt.
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