„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis etwas Schreckliches passiert“: Diese Mahnung eines Familienvaters in der „Krone“ schreckte auch den Eigentümer der Immobilie auf, der die meiste Zeit des Jahres in Dubai seinen Geschäften nachgeht. Nun gab es eine Begehung mit dem Bürgermeister – mit klarem Ergebnis!
Spielende Kinder auf morschen Dächern, Jugendliche, die verfallende Gebäude als Abenteuerspielplatz und Treffpunkt nutzen: „Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis etwas Schreckliches passiert!“, schlug ein Familienvater nach einer Wanderung um den Seefelder Wildsee via „Krone“ Alarm. Die Pension „Waldruh“ sowie zwei Nachbarhäuser auf dem Grundstück desselben Eigentümers liegen direkt am Ufer an der viel begangenen Promenade um den See – ein Schandfleck, und noch dazu kein ungefährlicher.
Seit 30 Jahren Verfall preisgegeben
Die „Krone“-Berichte schreckten nun sogar den Eigentümer auf - ein österreichischer Unternehmer, der sich geschäftlich oft in Dubai aufhält. Er meldete sich vergangene Woche beim Reither Bürgermeister Dominik Hiltpolt und bat um ein Treffen. Dieses fand am Mittwoch am Ort des Geschehens statt. Für den Besitzer war es offenbar der erste Besuch seit vielen Jahren. Die Gebäude auf seinem rund 5000 Quadratmeter großen Anwesen am See sind seit mehr als 30 Jahren dem Verfall preisgegeben.
Im Gespräch habe ich dem Eigentümer den Standpunkt der Gemeinde vermittelt und dass der Zustand so nicht weiter bestehen bleiben kann.
Dominik Hiltpolt, Bürgermeister Reith bei Seefeld
Keine Gefahr im Verzug
Eineinhalb Stunden dauerte die Begehung des Grundstücks, auf dem sich drei ehemals touristisch genutzte Betriebe befinden. „Bei der Besichtigung der Gebäude wurde festgestellt, dass sich die Bausubstanz aufgrund des jahrelangen Leerstandes zwar optisch in einem desolaten Zustand befindet, allerdings konnte derzeit weder im Außenbereich noch im Inneren ein Gefährdungspotenzial von Personen festgestellt werden“, berichtete Bürgermeister Hiltpolt.
Gemeinsamer Tenor: „Ein Abriss ist unausweichlich“
„Im Gespräch habe ich dem Eigentümer den Standpunkt der Gemeinde vermittelt, dass der Zustand so nicht weiter bestehen bleiben kann, da sich die Bausubstanz immer weiter verschlechtern wird und das Ortsbild im beliebten Naherholungsgebiet direkt am Wildsee massiv leidet. Bevor hier wirklich Gefahrenstellen entstehen und der Ort weiter von Vandalen aufgesucht wird, hat man sich nach einer konstruktiven Diskussion darauf verständigt, dass ein Abriss der Gebäude unausweichlich ist und hier seitens des Eigentümers rasch entsprechende Schritte folgen werden“, berichtet der Dorfchef.
Dorfchef rechnet mit Aktivitäten noch heuer
Tatsache ist aber auch, dass ein Totalabriss eine Stange Geld kosten wird. Wie viel, darüber getraut sich Hiltpolt keine Schätzung abzugeben. Ein Zuschuss der Gemeinde sei aber kein Thema, schließlich sei das Areal Privatsache. Genauso wie ein möglicher Verkauf. Das sei aber beim Treffen kein Thema gewesen.
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