Sonntag früh um 5.30 Uhr ist David Königshofer in sein Auto gestiegen. Rund 15 Stunden Fahrt lagen vor ihm - der Weg führte den gebürtigen Linzer über Ungarn nach Kiew. Seit 2006 lebt und arbeitet der ehemalige „Mister Austria“ dort als Geschäftsführer. Bis er vor zwei Jahren in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Frau und Kind in seinen Pkw packte, um dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine fluchtartig zu entkommen.
„Krone“: Herr Königshofer, wie fühlt es sich heute an, wenn Sie an diesen Tag denken?
David Königshofer: Wir hatten schon zwei Taschen bereitgestellt und dann, als wir die ersten Bombendetonationen gehört haben, das Wichtigste noch schnell in einige Mistsackerln gestopft. Dann bin ich zur Botschaft, und so konnten wir in einem Konvoi mit dem Botschafter selbst und einigen Mitarbeitern über Polen flüchten. Das hat Angst, Panik und natürlich eine tiefe Traurigkeit bei uns ausgelöst.
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