Umweltschützer planen eine Reihe von Protestaktionen gegen den Bau einer Bob-, Skeleton- und Rodelbahn für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2026. In Cortina wird gegen die geplante Abholzung von 500 Jahrhunderte alten Lärchen auf einem 20.000 Quadratmeter großen Areal protestiert, für die als Ausgleich eine Wiederaufforstung von nur 4276 Quadratmeter in anderen Gebieten vorgesehen ist.
Unter dem Motto „Gegen den Zement der Olympischen Spiele und die neue Bobbahn in Cortina“ haben die Umweltverbände der Provinz Belluno, zu der Cortina gehört, eine Reihe von Protestaktionen angekündigt. Mehr als 200 Personen versammelten sich am Montag vor der ehemaligen Olympiabahn „Eugenio Monti“, die 2008 geschlossen wurde und auf deren Bahn das neue Bauwerk teilweise errichtet werden soll. Sie skandierten Slogans gegen die Abholzung.
Der Protest fand anlässlich der offiziellen Übergabe der Baustelle an die Firma Pizzarotti statt, die von der Regierung in Rom mit den 81 Millionen Euro teuren Arbeiten beauftragt ist. Diese müssen innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Die Umweltaktivisten kritisierten, dass das Projekt den Bürgern von Cortina nie öffentlich vorgestellt wurde. Aus Sorge vor Anschlägen auf die Baustelle wurden die Sicherheitsvorkehrungen in Cortina verschärft.
81,6 Millionen Euro
Der Eiskanal soll 81,6 Millionen Euro kosten und bis März 2025 fertiggestellt werden. 90 Arbeiter werden sieben Tage die Woche daran arbeiten. Die Wettkampftests sind für die ersten beiden Monate des Jahres 2025 vorgesehen, also ein Jahr vor der Eröffnung der Winterspiele 2026.
SIMICO, die Gesellschaft, die für Infrastrukturprojekte im Zusammenhang mit den Spielen zuständig ist, hatte Anfang Februar Pizzarotti den Auftrag für die Bauarbeiten erteilt. Mit diesem Beschluss ist die Aussicht einer Austragung der Wettkämpfe in Innsbruck-Igls wohl endgültig vom Tisch.
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