Durchatmen! Nach einer intensiven Saison mit vielen Wechseln bei seinen Toronto Raptors sowie einer Knöchelverletzung kann NBA-Pionier Jakob Pöltl während der All-Star-Pause der Milliardenliga abschalten. Ehe sein verjüngtes Team eine „Mission Impossible“ in Angriff nimmt...
Verletzungen. Fehltritte. Formschwankungen. Disziplinlosigkeit. Probleme mit dem Trainer. Oder schlicht bessere Mitspieler. Die Möglichkeiten in der NBA, der besten Basketball-Liga der Welt, zu scheitern, sind unendlich. Weiß auch Jakob Pöltl: „In die Liga zu kommen, ist schwer. Aber drinzubleiben noch viel schwerer“, so der 28-jährige Wiener. Der zuletzt selbst mehrere Wochen mit einer Knöchelverletzung ausgesetzt hatte, in den letzten acht Partien vor der All-Star-Pause aber wieder als Starter dabei war.
Nur einer aus den Top Ten durfte öfter ran
Minuten und gespielte Partien sind die härteste Währung in der Milliardenshow, die ihre Hauptdarsteller mit alleine 82 Spielen im Grunddurchgang ans körperliche und mentale Limit treibt. Eine durchschnittliche Karriere zwischen Flieger, Hotelzimmer und Trainingshalle dauert 4,5 Jahre - Pöltl steht in seinem achten Jahr und hält bei 532 Partien. Mehr Einsätze hat von den Top-Ten-Spielern aus dem Draft 2016, in dem der 2,13-m-Mann an neunter Stelle von Toronto gewählt worden war, nur Buddy Hield (583) vorzuweisen.
Situation schwierig
Die Situation bei den Raptors ist aktuell nicht einfach, Pöltl ist einer der wenigen Stammkräfte, die dem NBA-Team in einem ereignisreichen Transferwinter erhalten geblieben sind. Von einem Platz in der K.o.-Phase sind die verjüngten Kanadier weit entfernt, Titelträume hegt man derzeit keine. „Keine Frage, es wird ein bisschen Geduld brauchen, wir haben jetzt einen konkreten, neuen Weg, den wir eingeschlagen haben.“
Unser Fokus ist, als Team gemeinsam besser zu werden und viel dazuzulernen. Dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen.“
NBA-Pionier Jakob Pöltl
Im Vorjahr hatte Pöltl mit den Raptors das Play-in erreicht. Mit OG Anunoby und Pascal Siakam gaben die Kanadier zuletzt aber zwei Topspieler ab. Dazu löste Immanuel Quickley als Spielmacher den Deutschen Dennis Schröder ab - für Pöltl kein Nachteil. „Es sind komplett verschiedene Spielertypen“, sagte der Center. Mit Quickley hat er aber mehr Chancen auf für ihn günstige Pick-and-Roll-Spielzüge. „Es wird noch ein bisschen Arbeit und Feinschliff brauchen, aber das Potenzial ist auf jeden Fall da.“
Trip nach Jamaica
Die All-Star Pause nutzt Pöltl für einen Kurztrip mit Freunden nach Jamaika. Danach gilt es, noch einmal anzugreifen. Mit einer Saisonbilanz von 19:36 fehlen den Raptors fünf Siege auf einen Platz im Play-in-Turnier - mit dem aktuellen Kader wohl eine sportliche „Mission Impossible“. „Es ist noch möglich, wir werden es auf keinen Fall abschreiben. Im Moment ist es aber nicht unser Fokus“, betont Pöltl. „Der sich die Liga-Exhibition der Stars im Urlaub eher nicht ansieht. „Ich glaube, es wird eine Basketball-freie Zeit.“ Das nächste Spiel steht am Donnerstag gegen Brooklyn auf dem Programm.
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