08.05.2012 14:58 |

Bis 2 Millimeter/Jahr

Berge in der Sierra Nevada wachsen immer noch

Auch rund 200 Millionen Jahre nach Beginn ihrer Entstehung ist die Sierra Nevada noch sehr aktiv. Das Bergmassiv in den US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien wächst jedes Jahr um ein bis zwei Millimeter und damit verhältnismäßig schnell, wie Forscher nun mithilfe von Satellitenbildern und GPS-Daten herausgefunden haben.
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Die Wissenschaftler der Universität Nevada dokumentieren das stätige Wachstum der Berge seit zehn Jahren, nun wurden die Daten gemeinsam mit Wissenschaftlern der schottischen Universität Glasgow ausgewertet, wie die britische Zeitung "The Guardian" in ihrer Online-Ausgabe berichtet.

"Das Spannende an unserer Untersuchung ist, dass wir den Bergen in Echtzeit beim Wachsen zugeschaut haben", erklärt Bill Hammond von der Universität in Nevada. Da man sogar über Daten, die vor dem Jahr 2000 erhoben worden waren, verfüge und diese mit Satellitenbildern kombiniere, könne man auf den Millimeter genau sagen, wie sich die Berge verändert hätten.

Obwohl diese Zahlen klein erscheinen, könnten sie Licht in die Debatte um die Entstehung der Sierra Nevada bringen. Denn bisher ist nicht vollständig geklärt, in welchem Zeitraum das Bergmassiv seine heutige Form erhielt.

"Einzigartig auf diesem Planeten"
Die Entstehungsgeschichte sei, so Hammond "einzigartig auf diesem Planten". Begonnen hat die Bildung der Sierra Nevada in der Trias. Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass die Gebirgskette dann vor etwa vier Millionen Jahren nach Westen kippte und so ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt. Doch Hammond und seine Kollegen wollen mit ihren Messungen belegen, dass die Sierra Nevada durchaus jünger sein könnte. "Unsere Daten zeigen, dass die Sierra ihre heutige Form auch in weniger als drei Millionen Jahren hätte erreichen können", so der Forscher. Ihre Ergebnisse wollen die Wissenschaftler im Juli im Fachmagazin "Geology" publizieren.

Die Sierra Nevada erstreckt sich in ihrer Länge über 650 Kilometer vom Fredonyer-Pass im Norden bis zum Tchachapi-Pass im Süden. Die höchste Erhebung ist der Mount Whitney mit 4.421 Metern, er ist damit der höchste Berg in den USA außerhalb Alaskas.

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