In 10,08 Sekunden hatte er heuer den 35 Jahre alten 100-m-Rekord von Andreas Berger geknackt, trotzdem wurde Markus Fuchs nicht zu Österreichs Leichtathleten des Jahres gewählt! Der Mödlinger musste sich knapp hinter Diskus-Star Lukas Weißhaidinger anstellen. Der wurde zum neunten Mal in Folge gekrönt, während der zweitplatzierte Sprinter seiner Enttäuschung freien Lauf lässt.
Haushoch fiel die Wahl zu Österreichs Leichtathletin des Jahres für Speerwerferin Victoria Hudson aus. Zurecht. Die SVS-Athletin hatte als WM-Fünfte überrascht. Die Entscheidung bei den Herren erhitzt dafür einige Gemüter: Markus Fuchs hat heuer mit 10,08 Sekunden in St. Pölten österreichischen 100-m-Rekord von Andreas Berger aus dem Jahr 1988 pulverisiert, trotzdem fiel die Wahl auf Diskus-Star Lukas Weißhaidinger. Dessen Leistungen mit seinem 70,68-m-Wurf in Schwechat und dem WM-Finale natürlich auch stark waren - aber nicht ganz so historisch.
„Ehrlich gesagt tut mir das weh“, gesteht Fuchs – und ätzt: „Die Experten haben natürlich Recht.“ 42,19 Prozent von ihnen hatten für Weißhaidinger gestimmt, 33,85 Prozent für Fuchs. Allerdings: Beim Online-Voting auf der Verbands-Seite hatte Fuchs die Nase klar vorne – 19,96 zu 12,03 Prozent! „Das nehm ich für mich als Sieger der Herzen mit“, zwinkert Fuchs. Der damit nur noch kämpferischer wird: „Dann muss ich 2024 noch einen draufsetzen! Entweder bei der EM in Rom oder bei Olympia in Paris.“ Die nächste Traummarke klebt bei Fuchs noch daheim auf dem Eiskasten: 9,99 Sekunden! „Das ist noch nicht erledigt.“
Angriff auf 60er-Rekord
Zuvor hat der 28-jährige HSZ-Soldat aber andere Aufgaben: Am 4. Jänner geht’s ins Trainingslager nach Teneriffa, am 20. Jänner steigt Markus in Jablonec in die Hallensaison ein. „Für die Hallen-WM im März muss ich mich auch noch qualifizieren. Und der alte 60-m-Rekord von Berger steht auch noch“
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