17 Monate Verfahren, am Donnerstag kam das grüne Licht. Ein Erdbeben in der Fußballwelt. Großklubs wie Juventus Turin, Real Madrid oder Barcelona wollten aus den klassischen Europacup-Bewerben ausscheren, um eine eigene Super League zu gründen. Am Donnerstag machte der Europäische Gerichtshof mit seinem Urteil den Weg frei. Ein Keulenschlag für die UEFA, die das Projekt verboten hatte - der Zerfall eines Monopols?
Selbst „Fußball-Süchtige“ schütteln über die Entwicklungen in den letzten Jahren den Kopf, alles wird der Kommerzialisierung untergeordnet. Wie eine Zitrone wird das erfolgreiche Produkt bis zum letzten Tropfen ausgepresst:
189 Spiele nächste Saison in der Champions League - Rekord!
32 Mannschaften starten 2025 bei der Klub-WM.
104 Partien erleben die Fans bei der WM 2026.
Nicht zu vergessen die restlichen Europacup-Bewerbe, Nations League, Meisterschaften und Qualifikationen. Die Stars sind in einem Hamsterrad gefangen, warnen vor Verletzungen und Überbelastung. Kritik wird im Keim erstickt, Monstergagen kompensieren die Strapazen. Eine Super League würde für einen noch dichteren Kalender sorgen, das x-te neu geschaffene Format für den künstlich aufgeblasenen Fußballzirkus. Doch die Gefahr droht, dass vor lauter Druck diese Blase irgendwann zerplatzen könnte.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.