In Tirol wird Anfang kommenden Jahres das erste Primärversorgungszentrum umgesetzt, konkret im Innsbrucker Stadtteil Reichenau. Das hat das Land am Donnerstag nach einer Sitzung der Landes-Zielsteuerungskommission (L-ZK) bekanntgegeben. Bis 2025 soll die Primärversorgung mit insgesamt sechs Zentren auf ganz Tirol ausgerollt werden.
Neben der ersten Primärversorgungseinheit in Innsbruck laufe derzeit bereits eine Ausschreibung für ein weiteres Zentrum in Telfs, konkretisierte Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele (ÖVP). Über die von der Sozialversicherung finanzierten Ärzte-Honorare würden Land Tirol und die Sozialversicherung neben der Anschubfinanzierung und dem Primärversorgungseinheits-Management auch die Kosten für Angehörige der verschiedenen Berufsgruppen der Gesundheits- und Sozialbetreuung tragen, hieß es.
„Versorgungsprozesse bestmöglich koordinieren“
Vorrangiges Ziel sei es, Versorgungsprozesse bestmöglich zu koordinieren und Gesundheitsstrukturen wie Spitalsambulanzen nachhaltig zu entlasten. In den Einheiten würden im Kernteam zwischen zwei und fünf Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner gemeinsam mit diplomierten Pflegekräften, Ordinationsassistenten und einem PVE-Manager arbeiten.
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