Leidende Tennis-Asse:

Hilfe im Kampf gegen Hass, Spott und Morddrohungen

Oberösterreich
22.11.2023 15:00

Hass, Spott und Drohungen bis zum Mord! Es sind schlimme Nachrichten, mit denen Österreichs beste Tennis-Profis anonym via Social Media geradezu überschüttet werden. Die in der Regel von Zockern nach verlorenen Wetten stammenden Botschaften führen auch zu so manchem psychischem Problem. Österreichs Tennis-Verband wird nun aktiv und steht seinen Assen zur Seite.

„Wie kannst du nur Tennis spielen? Du bist extrem hässlich. Kannst du sterben? Fucking Anfängerin!“ Eine Nachricht mit diesen Inhalten (siehe rechts) hatte ein Tennis-Ass wie berichtet im Februar nach einer Niederlage beim Upper Austria Ladies in Linz erhalten.
“Ich hoffe du stirbst und fährst zur Hölle. Ich wünschte du wärst in einem Pool ertrunken“, wurde indes der in der Bundesliga für den UTC Ried spielenden Arabella Koller geschrieben.
„Todesdrohungen, wirklich? Ihr Typen macht mich krank“, hatte zudem Tamira Paszek veröffentlicht, dass auch sie bedroht wurde.
In der Regel sind es Zocker, die wegen ihrer verlorenen Wetten die Spielerinnen wegen verlorenen Matches, Sätzen oder teils sogar nur Games anonym via Social Media mit Hass, Spott und Drohungen übergießen. Was teilweise auch Mitgrund für so manches psychische Problem bei den Spielerinnen ist. Der Verband reagiert nun, erklärt: “Der ÖTV macht ernst gegen Hass und Gewalt im Netz!"

Psychosoziale und Rechts-Hilfe
„Es hat sich gezeigt, wie wichtig solche Themen im österreichischen Sport traurigerweise sind. Wir stehen unseren Spielerinnen zur Seite und wollen sie unterstützen, um diese Probleme zu bewältigen“, erklärt ÖTV-Geschäftsführer Schweda, dass man nun wie folgt aktiv wird. Finanziert von win2day, wurde eine Task Force gestartet. Das Unterstützungsangebot umfasst etwa die Prävention und Aufklärung zum Thema, in Workshops mit der ZARA-Beratungsstelle #GegenHassimNetz sowie Rechtsanwältin Patricia Hofmann wird informiert, welche Handlungen strafbar sind, wie man sich verhalten und selbst schützen kann. Sollten Spielerinnen rechtliche Schritte in Form einer Anzeige einleiten, erfolgt eine psychosoziale Prozessbegleitung durch ZARA und eine juristische durch Mag. Hofmann. So soll gewährleistet werden, dass Spielerinnen im Falle eines Strafverfahrens sowohl psychosozial unterstützt werden als auch eine Rechtsanwältin zur Durchsetzung ihrer Rechte auf ihrer Seite wissen.

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