Mit Koran in der Hand
Faustschläge: Ägypter randalierte in Mailand
Ein 33-jähriger Ägypter hat am Samstagnachmittag in Mailand mit dem Koran in der Hand und in einem islamischen Gewand drei Personen mit Faustschlägen angegriffen. Zu den Angegriffenen zählt ein 44-Jähriger aus Ecuador, der mit leichten Wunden davonkam, teilte die Polizei mit.
Der Ägypter wurde festgenommen und von der Polizei wegen Körperverletzung angezeigt. Er wurde auf Drogen und Alkohol getestet. Die Ermittler beschrieben ihn als eine Person, „die sich durch eine starke Feindseligkeit gegenüber der westlichen Zivilisation auszeichnet“.
Separater Vorfall
Der Angriff steht laut den Ermittlern nicht in Zusammenhang mit einer pro-palästinensischen Demonstration, an der sich am Samstagnachmittag in Mailand mehr als 4000 Personen beteiligt hatten. Die Kundgebung wurde von verschiedenen Verbänden organisiert.
Die Demonstranten schwenkten palästinensische Fahnen und Plakate mit der Aufschrift: „Die wahren Terroristen sind Europa, Israel, die UNO und die USA. Befreit Palästina!“ An der Spitze des Zuges war ein Transparent mit der Aufschrift „Stoppt den Völkermord in Gaza. Lasst uns Gaza retten“ zu lesen.
BBC-Gebäude beschmiert
In London kam es am Samstag ebenfalls zu einer großen pro-palästinensischen Kundgebung. Mehr als 1000 Polizisten waren im Einsatz. Startpunkt der Demonstration war das Hauptquartier der BBC, das in der Nacht mit roter Farbe beschmiert worden war. Zu der Attacke bekannte sich die pro-palästinensische Gruppe Palestine Action. Die blutrote Farbe symbolisiere, dass die BBC mit voreingenommener Berichterstattung eine Mitschuld trage am „Genozid“ des palästinensischen Volkes durch Israel, hieß es in einem Beitrag im Kurznachrichtendienst X.
Freilich war die BBC jüngst eher wegen des Vorwurfs der Verharmlosung des Hamas-Terrors kritisiert worden. So lehnte es der öffentlich-rechtliche Sender ab, die Gräueltaten der islamistischen Extremisten mit mehr als 1.000 Toten in Israel als „Terror“ zu bezeichnen.
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