Unglück in St. Anton

Bergsteigerin riss Tourenführer mit - beide tot

Tirol
23.08.2023 07:37

Schreckliches Alpinunglück am Dienstagnachmittag im Tiroler St. Anton am Arlberg: Im Zuge einer geführten Bergtour verlor eine Vorarlbergerin (64) den Halt und riss den vor ihr gehenden Tourenführer mit. Beide stürzten daraufhin rund 70 Meter über teils senkrechtes Gelände ab. Für das Duo kam jede Hilfe zu spät.

Die beiden verunglückten Alpinisten waren Teil einer 16-köpfigen Gruppe des Österreichischen Alpenvereins aus Vorarlberg, die eine Tour vom Kartellstausee zur Darmstädter Hütte mit Aufstieg auf den 2978 Meter hohen Scheibler unternahm. „Die Gruppe wurde von zwei Tourenführern des Alpenvereins geführt. Diese wurde geteilt, jeweils ein Tourenführer stieg mit der Hälfte der Teilnehmer von der Hütte zum Gipfel auf“, so die Polizei.

70 Meter über teils senkrechtes Gelände abgestürzt
Schließlich stiegen die Gruppen über das Kuchenjöchli wieder in Richtung Hütte ab. „Die hintere Gruppe befand sich gegen 16.20 Uhr auf dem Steig unterhalb des Kuchenjöchlis, als eine Teilnehmerin, die 64-jährige Vorarlbergerin, im Bereich einer Stahlseilversicherung den Halt verlor und den vor ihr absteigenden 69-jährigen Tourenführer mitriss“, so die Ermittler weiter.

Beide Bergsteiger stürzten daraufhin über steil abfallendes und zum Teil senkrechtes Gelände rund 70 Meter in die Tiefe.

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Reanimationsversuche der Gruppenmitglieder bzw. der Einsatzmannschaften der verständigten Notarzthubschrauber C5 und Martin 2 verliefen ergebnislos.

Die Alpinpolizei

Für die zwei Alpinisten kam jede Hilfe zu spät
Von den anderen wurde sofort ein Notruf abgesetzt. Einige Gruppenmitglieder stiegen zeitgleich zu den abgestürzten Personen ab und fanden diese nur mehr leblos auf. „Reanimationsversuche der Ersthelfer bzw. der Einsatzmannschaften der verständigten Notarzthubschrauber C5 und Martin 2 verliefen ergebnislos“, hieß es. Für das Duo kam jede Hilfe zu spät.

Die beiden Leichen wurden schließlich mit dem Polizeihubschrauber geborgen und ins Tal geflogen. Die restlichen Teilnehmer der Tour wurden von der Bergrettung und Alpinpolizei zur Darmstädter Hütte begleitet.

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