Mi, 15. August 2018

67-Jährige getötet

13.12.2011 19:21

Mordverdacht in Graz: Verdächtige "war in Panik"

Die des Mordes an ihrer 67-jährigen Bekannten verdächtige und am Montag festgenommene Grazerin (Infobox) will "in Panik gehandelt" haben, wie die Ermittler am Dienstagabend mitteilten. Sie habe die versperrte Wohnung der älteren Frau, bei der sie zu Besuch gewesen war, nicht verlassen können, deshalb habe sie die 67-Jährige mehrmals getreten und ihr tödliche Verletzungen zugefügt. Die 46-Jährige - die jede Tötungsabsicht bestreitet - wurde nach Abschluss der Einvernahme in die Justizanstalt Jakomini eingeliefert.

Die Verdächtige hatte bei der Befragung am Dienstagnachmittag ausgesagt, sie habe einmal in der Nacht auf Montag und ein weiteres Mal in der Früh versucht, die Wohnung der 67-Jährigen zu verlassen, da sie sich dort "nicht wohl gefühlt" habe. Die Wohnungstür sei jedoch versperrt gewesen, und der Schlüssel sei von ihrer Bekannten abgezogen worden.

"Derartig in Panik geraten"
Sie sei dann "derartig in Panik geraten", dass sie mit ihrem rechten Fuß gegen die im Vorzimmer stehende ältere Frau getreten habe. Diese sei rücklings umgefallen und auf dem Rücken mit dem Kopf auf der Türschwelle zum Badezimmer liegen geblieben. Die 46-Jährige habe dann abermals mit den Händen gegen die Türe geschlagen und um Hilfe gerufen.

Als sie gesehen habe, dass sich die Ältere wieder aufzurichten versuchte, habe sie mit ihrem rechten Fuß noch ein- oder zweimal gegen ihren Kopfbereich bzw. das Gesicht getreten. Kurze Zeit später sei die Wohnungstüre von außen aufgebrochen worden, so die Frau - uniformierte Polizisten hatten auf die Alarmierung durch eine Nachbarin und den Sohn der Wohnungsinhaberin reagiert.

Kaum brauchbare Angaben nach Festnahme
Laut einem Ermittler des Landeskriminalamts Steiermark sei die Verdächtige in den Stunden nach der Festnahme verwirrt gewesen und habe kaum brauchbare Angaben geliefert. Erst bei der Vernehmung am Dienstagnachmittag sei die Sachlage klarer geworden. Opfer und Verdächtige kannten sich von einem Aufenthalt in der Landesnervenklinik Sigmund Freud vor rund drei Jahren.

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