Jedes Jahr überprüfen Logopädinnen und Logopäden im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe OÖ die Sprachfähigkeiten der Vier- bis Fünfjährigen. Das Ergebnis: Rund 41 Prozent haben Therapiebedarf.
Stottern, lispeln, näseln, Probleme bei der Lautbildung oder beim Satzbau – beinahe jedes zweite Kind in Oberösterreich hat Probleme beim Sprechen. Konkret wurden 15.857 Vier- bis Fünfjährige im Screening-Jahr 2021/22 von den Logopädinnen und Logopäden untersucht, bei 41 Prozent war eine logopädische Behandlung erforderlich.
„Eine gute Sprachentwicklung ist der Schlüssel zu späteren schulischen und beruflichen Erfolgen“, sagt Kinderschutz-Landesrat Michael Lindner (SPÖ). Deshalb fließen auch 2,3 Millionen Euro aus dem Budget der Kinder- und Jugendhilfe in das logopädische Angebot, das für die Eltern kostenlos ist und hilft: In fast 95 Prozent der Fälle wird eine Verbesserung erzielt.
Seit einigen Jahren nimmt Autismus bei Kindern massiv zu. Viele Betroffene haben Probleme mit Sprache und sozialen Kontakten.

Martina Bernegger, Lodopädin Volkshilfe
Foto: Einöder Horst
Wenn die Logopädinnen und Logopäden von Volkshilfe und Caritas in die Kindergärten kommen, überprüfen sie aber nicht nur die Sprachfähigkeit der Kinder. Auch das Gehör, die Motorik und die Zähne werden überprüft, und bei Bedarf wird an Experten überwiesen. Gibt’s Sprachauffälligkeiten, werden die Eltern informiert. Dabei ist es wichtig, ihnen zu signalisieren, „dass sie nichts falsch gemacht haben“, sagt Lindner. Umfangreiche Infos rund um Kindersprache finden Mütter und Väter online unter www.kindersprache.org









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