Eine mittellose Serbin (37) wurde von einem Pärchen nach Graz entführt, bedroht und eingesperrt. Doch der zweifachen Mutter gelang die Flucht in einen Supermarkt, Angestellte alarmierten die Polizei.
„Ich werde dich in kleine Stücke zerhacken und Leute nach Serbien schicken, damit sie deine Kinder entführen!" - So soll ein Slowene sinngemäß eine 37-jährige, mittellose Serbin zur Prostitution in Graz gezwungen haben. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin (47), mit der das spätere Opfer bekannt war, lockte der 38-Jährige die zweifache Mutter aus ihrem Heimatort weg.
Anstellung in Wien versprochen
Das Paar versprach der Gelegenheitsarbeiterin, die unter ärmsten Bedingungen mit ihren Söhnen und ihrer Mutter in einem kleinen serbischen Dorf lebt, eine tolle Anstellung als Hausbesorgerin in Wien. In der Hoffnung auf ein besseres Leben für ihre Familie, sagte die 37-Jährige zu. Der Beginn eines echten Horror-Trips.
Denn statt in der Bundeshauptstadt landete die Serbin in einer billigen Unterkunft am Grazer Stadtrand. Die zweifache Mutter wurde gezwungen, in Unterwäsche für eine einschlägige Plattform zu posieren. Und rasch meldeten sich die ersten Kunden für ein Treffen.
Bedroht und eingeschüchtert
Jedes Mal, wenn die Frau sagte, dass sie nicht mehr als Prostituierte arbeiten wolle, wurde sie massiv bedroht und eingeschüchtert. Der Reisepass wurde ihr weggenommen, auch eine geladene Pistole soll im Spiel gewesen sein. Nach schier unendlich langer Zeit gelang ihr doch die Flucht in einen nahegelegenen Supermarkt. Panisch bat sie um Hilfe.
Das Pärchen ist zur Prostitution nicht geständig. Der Slowene und seine Freundin hätten die 37-Jährige nur unterstützt. Am Freitag stehen sie vor Gericht.
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