Geburtenrate sinkt

Meloni: Traditionelle Familie statt Gender-Kultur

Ausland
12.05.2023 11:33

Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni hat sich am Freitag - im Beisein von Papst Franziskus - für die traditionelle Familie und gegen die Gender-Kultur ausgesprochen. „Wir wollen in einer Nation leben, in der Elternsein nicht aus der Mode kommt, sondern ein gesellschaftlich anerkannter Wert ist. Wir wollen die Schönheit des Elternseins wiederentdecken“, sagte Meloni.

„Jahrzehntelang hat uns die herrschende Kultur das Gegenteil erzählt. Es darf kein Skandal sein, zu sagen, dass wir alle von einem Mann und einer Frau abstammen. Es darf kein Tabu sein, zu sagen, dass der Mutterleib nicht zu mieten ist und dass Kinder keine frei verkäuflichen Produkte sind, die man sich aussuchen und dann vielleicht wieder zurückgeben kann“, erklärte die Premierministerin, die Mutter einer sechsjährigen Tochter ist, bei einer Konferenz zum Thema Demografie in Rom.

Rechter Kampf gegen Leihmutterschaft
Die Rechtsparteien in Italien führen einen harten Kampf gegen Leihmutterschaft. Die rechte Regierungspartei Lega sammelt derzeit Unterschriften für einen Gesetzesentwurf, damit Leihmutterschaft als ein weltweit geahndetes Verbrechen anerkannt wird. „Wenn eine Mutter ausgebeutet und ihr Kind für Geld verkauft wird, ist das eine Frage von Ethik, Gerechtigkeit und Menschlichkeit“, so die Lega in einer Presseaussendung.

(Bild: AFP)

„Es ist unsere Pflicht, das schmutzige Milliardengeschäft der Leihmutterschaft zu stoppen, eine Praxis, die wir zu einem universellen Verbrechen machen wollen, indem wir auch diejenigen strafrechtlich verfolgen, die sie im Ausland begehen“, erklärte die Partei von Verkehrsminister und Vizepremier Matteo Salvini.

Geburtenrate auf historischem Tiefststand 
Italien ist seit Jahren mit einem starken demografischen Rückgang konfrontiert. Wie das italienische Statistikamt ISTAT mitteilte, sank die Geburtenrate in Italien 2022 auf einen historischen Tiefststand von unter 400.000. Dies ist der 14. Jahresrückgang in Folge. Die Gesamtzahl der italienischen Bevölkerung ging um 179.000 Personen auf 58,85 Millionen zurück. Die Zahl der Schüler soll laut Prognosen bis 2033/34 um eine Million schrumpfen.

Um Familien zu unterstützen, verabschiedete die Regierung Meloni in der vergangenen Woche ein Paket, das eine Befreiung von den diesjährigen Steuern auf Lohnnebenleistungen für Arbeitnehmer mit Kindern bis zu einem Höchstbetrag von 3000 Euro pro Arbeitnehmer vorsieht.

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