Zu einem fatalen Zwischenfall kam es - wie die Polizei erst jetzt bekannt gab - am Dienstag in der Osttiroler Gemeinde Tristach. Einer sehbeeinträchtigte Frau (59), die ihren Blindenhund an der Leine führte, wurde wegen eines nicht angeleinten Hundes die Hand verdreht. Die 59-Jährige wurde schwer verletzt.
Kurz nach 10 Uhr ging die Osttirolerin mit ihrer 81-jährigen Mutter in Tristach am rechten Draudamm spazieren. Sie verwendete einen Blindenstock und wurde durch ihren angeleinten weißen Schäferblindenhund begleitet.
Hand verdreht
„Während des Spaziergangs kam ihnen ein unbekannter Mann mit einem nicht angeleinten Australian Sheperd Mischlingshund entgegen, der sofort auf den Blindenhund zulief“, heißt es seitens der Polizei. Im Zuge des Kontaktes zwischen den Hunden wurde der 59-Jährigen die Hand mit der Hundeleine verdreht bzw. eingeklemmt. Der fremde Hund ließ dann selbstständig vom Blindenhund ab und lief weiter. „Auch der unbekannte Hundebesitzer ging einfach weiter“, so die Exekutive. Im Bezirkskrankenhaus wurde bei der 59-jährigen Frau schließlich eine schwere Verletzung festgestellt.
Polizei hofft auf Zeugen
Der unbekannte Mann in eher eleganter Alltagskleidung ist etwa 28 Jahre alt, schlank bzw. sportlich gebaut und hat wellige blonde Haare. Er sprach Tiroler Dialekt. Die Polizei Lienz bittet um zweckdienliche Hinweise (Tel. 059133 / 7230).
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