Das Land möchte sich von der Berufsschule in Amstetten trennen, die seit Jahren großteils leersteht. Für die SPÖ wäre die Stadt der ideale Käufer, die Rathausmehrheit lehnt das aber ab.
Nach der Übersiedlung der Landesberufsschule für Metall- und Elektrotechnik in einen Neubau steht das alte Gebäude mitten in Amstetten seit 2012 großteils leer. Lediglich als Ausweichquartier während der Sanierung des Rathauses und für Polizeiübungen wurde die Schule in der Vergangenheit genutzt.
Das Heft des Handelns
Aktuell steht das gesamte Areal mit einer Fläche von knapp 4000 m2 zum Verkauf. 466.000 Euro möchte das Land dafür haben. Ein Betrag, den laut SPÖ die Stadt selbst zahlen könnte. „Das Angebot wird trotz Abbruchkosten bei einem Abriss Interessenten auf den Plan rufen. Daher sollte die Stadtgemeinde die alte Berufsschule selbst intensiv in den Fokus nehmen. Nur so behalten wir das Heft des Handelns in der Hand“, sind die beiden Stadträte Bernhard Wagner und Elisabeth Asanger überzeugt. Sie könnten sich beispielsweise attraktiven, leistbaren Wohnraum vorstellen.
Ein gut durchdachtes Projekt am Areal der alten Berufsschule kann auch sehr positive Auswirkungen als Verbindung an der Achse von Hauptplatz zu Quartier A haben.
SPÖ-Baustadtrat Bernhard Wagner
Flächenwidmung als Trumpf
Laut ÖVP sei ein Kauf jedoch kein Thema. Weil das Grundstück derzeit noch die Sonderwidmung Schule besitzt, habe man mit der Flächenwidmung ohnehin genug Mitsprache bei der künftigen Nutzung des Areals. Man könne daher beruhigt auf gute Ideen von Interessenten warten, denen man bestmöglich zur Seite stehen werde.
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