Mo, 20. August 2018

Für Solarenergie

29.09.2011 13:20

Alternativer Nobelpreis geht nach China

Der chinesische Unternehmer und Pionier in Sachen Solarenergie, Huang Ming (im Bild), ist einer der Träger der diesjährigen "Right Livelihood Awards", der Alternativen Nobelpreise. Die drei weiteren insgesamt mit 150.000 Euro dotierten Alternativ-Preise gehen an: die internationale Anti-Land-Grabbing-Organisation GRAIN, die tschadische Menschenrechtsaktivistin und Völkerrechtsanwältin Jacqueline Moudeina sowie an die US-Hebamme Ina May Gaskin.

Die "Right Livelihood"-Stiftung gab ihre Entscheidungen am Donnerstag in Stockholm bekannt. Laut der Stiftung ist es das erste Mal in der über 30-jährigen Geschichte der Alternativen Nobelpreise, dass eine der Auszeichnungen nach China geht. Die Jury charakterisierte Huang Ming als "visionären, engagierten und leidenschaftlichen Unternehmer, der die Entwicklung der Solarthermie vorantreibt".

Er habe das China-Solar-Valley Projekt gegründet, um ein "nationales und weltweites Beispiel für Solarenergie als realistische Alternative zu fossilen und nuklearen Energien und steigenden CO2-Emissionen zu setzen".

"Right Livelihood"-Geschäftsführer Ole von Uexküll betonte den idealistischen Einsatz des 53-Jährigen. Dieser arbeite "nicht nur für die eigene Tasche, sondern er macht das für die Sache". Folgerichtig erhielt Huang als Geschäftsmann den nicht dotierten Ehrenpreis.

Auch drei dotierte Alternativnobelpreise vergeben
Die drei weiteren, insgesamt mit 150.000 Euro dotierten Alternativ-Preise gingen an: die internationale Anti-Land-Grabbing-Organisation GRAIN, die tschadische Menschenrechtsaktivistin und Völkerrechtsanwältin Jacqueline Moudeina sowie an die US-Hebamme Ina May Gaskin.

GRAIN kämpft gegen "Land Grabbing"
GRAIN ist eine gemeinnützige internationale Organisation, die Kleinbauern und soziale Bewegungen in ihrem Kampf für Bio-Vielfalt in der Landwirtschaft und für demokratische Kontrolle über genetische Ressourcen unterstützt. In den letzten Jahren hat GRAIN laut der "Right Livelihood"-Stiftung einen entscheidenden Beitrag zur Dokumentation und Kritik des rapide wachsenden Phänomens des sogenannten "Land Grabbing" geleistet. Gemeint ist die Aneignung von Ackerland durch rechtlich fragwürdige Massenlandverkäufe oder Leasing-Verträge.

Diese werden meist zwischen internationalen Großkonzernen und nationalen oder halbstaatlichen Investmentagenturen abgeschlossen. Mitunter sind auch lokale Kriegsherren, Rebellenführer oder andere, demokratisch nicht legitimierte Akteure die Vertragspartner der westlichen Konzerne.

Moudeina setzt sich für Menschenrechte ein
Die tschadische Anwältin Moudeina versuchte Ex-Diktator Hissène Habré vor ein internationales Gericht zu bringen. Gleichzeitig arbeitet sie an einer Vielzahl von Menschenrechtsthemen, die den Tschad betreffen. Mit ihrem "Eintreten für Gerechtigkeit als Voraussetzung für Versöhnung und ihrem unermüdlichen Engagement auf völkerrechtlicher wie auch auf lokaler Ebene hat sie einen herausragenden und entscheidenden Beitrag für die Beachtung der Menschenrechte in Afrika geleistet", hieß es vonseiten der "Right Livelihood"-Stiftung.

Ina May Gaskin, die "berühmteste Hebamme der Welt"
Ina May Gaskin wird gelegentlich als "berühmteste Hebamme der Welt" bezeichnet. Die Ehefrau der US-amerikanischen Hippie-Legende und Grün-Pionier Stephen Gaskin sei "ein Vorbild für Hebammen, die es wagen, andere Wege zu gehen im Versuch, Geburtshilfe menschlicher zu gestalten, und die den Frauen die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, welche Art der Entbindung für sie persönlich die richtige ist", so die Stockholmer Jury. In den USA und etlichen anderen westlichen Staaten fehlt eine Kultur der Hausgeburten oder alternativer Geburtsmethoden.

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