Nach „Krone“-Vorschlag

Runder Tisch mit FIS fix - Klage zurückgezogen

Wintersport
11.03.2023 16:29

Die „Krone“ hat es während der Ski-WM in Meribel vorgeschlagen, jetzt ist es Realität! Zwischen der FIS und der aus Österreich, Schweiz, Deutschland und Norwegen bestehenden Ski-Allianz wird es einen runden Tisch geben. Und auch die Klage beim Internationalen Sportgerichtshof CAS wurde bereits zurückgezogen.

„Wir hoffen nun, dass wir mit diesem Schritt eine vernünftige Basis zur Wiederaufnahme des Dialogs geschaffen haben“, sagt ÖSV Generalsekretär Christian Scherer. „Das Berufungsverfahren wurde eingestellt. Grundsätzlich hat man das gemacht, weil es Annäherung gegeben hat, dass man zeitnah gemeinsam einen Runden Tisch macht. Wir hoffen, dass wir dadurch einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben.“

Hintergrund: Österreichs Skiverband ging gegen die umstrittene Wahl von Johan Eliasch zum FIS-Präsidenten juristisch vor. Gemeinsam mit den Verbänden der Schweiz, Deutschland und Kroatien zog der ÖSV im Juni 2022 vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. „Es geht uns um Rechtssicherheit im Wahlprozedere - für jetzt und vorbeugend für die Zukunft“, sagte Generalsekretär Scherer damals. 

Die Kläger des Berufungsantrages monierten, dass die demokratischen Grundsätze bei der Bestätigungswahl im Rahmen des 53. FIS-Kongresses in Mailand unterwandert worden seien. Die 126 Verbände hätten keine Wahl gehabt, sondern beim allerdings ohnehin einzigen Kandidaten lediglich für Eliasch oder gar nicht stimmen können. Andernfalls waren die Stimmen ungültig. Aus den 70 Stimmen für den umstrittenen Schweden, der im Vorjahr die Nachfolge von Gian-Franco Kasper angetreten hat, ergab sich so ein Resultat von 100 Prozent.

Thema Rechtevermarktung
Dazu kamen in der Vergangenheit überraschende Ankündigungen des neuen FIS-Präsidenten. „Auch der ÖSV ist grundsätzlich natürlich für Veränderungen offen! Aber dafür sind Konzepte und Fakten nötig. Und die gibt es bis jetzt nicht. Nur Worthülsen sind zu wenig“, so Scherer im Februar. Auch der ÖSV und seine Freunde haben das Thema Rechtevermarktung auf dem Schirm. Man will es nicht als zentrale, sondern als „koordinierte Vermarktung“ bezeichnen.

Der ÖSV sei seit Jahrzehnten eine Institution mit Handschlagqualität. „Man kann nicht bei einem derart komplexen Thema alles übers Knie brechen“, weiß Scherer. Die Zeit der Schuldzuweisungen soll auf mit dem runden Tisch nun aber auf jeden Fall vorbei sein. 

„Wir alle sind die FIS. Es nützt uns nichts, in der Vergangenheit zu wühlen, sondern es ist die Zukunft das Wesentliche. Und die ist herausfordernd genug, wie man heuer gesehen hat“, erläuterte Scherer am Samstag. Spätestens einige Tage nach Soldeu, am besten aber im Rahmen des Weltcupfinales, solle es zu den Gesprächen kommen.

Klage blockierte
DSV-Vorstandsmitglied Stefan Schwarzbach stellte es gegenüber der dpa wie folgt dar: „Die Rücknahme der Klage erfolgte nicht, weil sich unsere Rechtsauffassung geändert hat, sondern weil wir erkennen mussten, dass das aktuelle Verfahren die notwendigen Abstimmungsprozesse überlagert und teilweise blockiert“, sagte Schwarzbach.

Im Rahmen der alpinen und nordischen Weltmeisterschaften im Februar geführte Gespräche hätten laut Schwarzbach großes Kommunikations- und Informationsdefizit offenbart. „Es steht außer Frage, dass die Entwicklung des Skisports darunter leidet. Wir sind deshalb dem Vorschlag aus dem Council gefolgt und noch einmal auf die FIS zugegangen und haben einen Runden Tisch vorgeschlagen“, sagte Schwarzbach.

Alexander Hofstetter
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