Schimmel, Hefepilze und Darmbakterien. Keime, die man nicht haben will - und das schon gar nicht im Essen! Doch - wie berichtet - fielen beim Kebab-Test der AK OÖ sechs von zehn Imbisse in Linz deshalb durch. Der Linzer FP-Gesundheitsstadtrat Michael Raml lässt nun die „Soko Döner“ neu aufleben.
Schon einmal, vor drei Jahren, hatten die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich zufällig ausgewählte Kebab-Imbisse in Linz unter die Lupe genommen. Damals waren vier von zwölf Proben „einwandfrei“, fünf ungenießbar. Nun startete die AK einen neuerlichen Versuch - das Ergebnis: ähnlich ekelerregend wie 2020. Diesmal wurden zehn Imbisse dem Test unterzogen. Nur einer konnte mit seinem Döner überzeugen: Pizza, Kebab & Burger Austro in der Leonfeldnerstraße 21.
Teils beträchtliche Mengen an Fäkalkeimen
Bei allen anderen gab es Beanstandungen. So wurden etwa Geruch und Geschmack des Fleisches bemängelt, die Sauce als alt und Geschmack und/oder Konsistenz des verwendeten Gemüses kritisiert. Und in der Mehrzahl der Proben wurden teils beträchtliche Mengen an Fäkalkeimen nachgewiesen. Der Linzer FP-Gesundheitsstadtrat Michael Raml zeigt sich entsetzt: „Unzulässige Hygiene in Gastrobetrieben ist nicht zu tolerieren. Aufgrund der Ergebnisse habe ich unsere Behörde umgehend damit beauftragt, die Kontrollen zu verstärken.“
„Soko Döner“ ermittelt wieder
Zudem will Raml - wie schon 2020 - die „Soko Döner“ auf Streife schicken. Damals hatte er die städtische Lebensmittelpolizei mit einer Sonderprüfung beauftragt. Nicht weniger als 34 Lokale wurden dabei genauestens unter die Lupe genommen. Neben der Qualität der Lebensmittel wurden vor allem auch die hygienischen Bedingungen im Zubereitungsbereich kontrolliert.
Was droht den „schwarzen Schafen“?
Mögliche Konsequenzen für den Gastrobetreiber können von Ermahnung und sofortiger Mängelbehebung über Organmandate bis zu 50 Euro bis hin zu Verwaltungsstrafanzeigen, Betriebsschließungen und Gerichtsanzeigen wegen Gesundheitsschädigung reichen.
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