Franzosen klagen an

Folter-Vorwürfe gegen Messi-Boss Al-Khelaifi

Fußball International
01.03.2023 10:49
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Es sind schlimme Vorwürfe, die derzeit in Frankreich für viel Aufregung sorgen. Nasser Al-Khelaifi, dem Boss von Paris Saint-Germain, werden Freiheitsberaubung, Folter und Entführung vorgeworfen. Eine Zivil-Klage wurde bereits eingereicht, schreibt die französischen Sportzeitung „L‘Equipe“. 

Die Geschichte ist verworren und ein wenig dubios, aber bereits Gegenstand von Ermittlungen. Lobbyist Tayeb Benabderrahmane war Anfang 2020 nach Katar gereist und dort angeblich plötzlich und scheinbar grundlos inhaftiert worden. Eigentlich wollte er nur drei Monate in Katar bleiben, die Ausreise sei ihm aber erst im November letzten Jahres genehmigt worden. Der Vorwurf: Freiheitsberaubung, Folter und Entführung!

Geht es um die WM
Der Franzose mit algerischen Wurzeln vermutet, es waren Insider-Informationen, die dazu geführt hatten. Denn: Benabderrahmane sei im Besitz von brisanten Dokumenten, die Al Kehlaifi in Bedrängnis bringen könnten. Laut der „L‘Equipe“ könnte es dabei um Inhalte zur Weltmeisterschaft in Katar gehen sowie die Vergabe der TV-Rechte an „beIn Sports“, dessen Vorsitzender ebenfalls Al-Khelaifi ist. Bestätigt ist dies jedoch nicht.

Warum PSG-Boss Al-Khelaifi nun hinter der Entführung stecken soll? Weil der Multimillionär aus Katar angeblich Informationen über Benabderrahmane auf seinem Mobiltelefon hat.

„Ich bin beeindruckt“
Die Pariser Staatsanwaltschaft hat sich des Falls bereits angenommen. „Wir freuen uns sehr, dass die eigentliche Akte dieser Geschichte endlich Gegenstand einer Untersuchung durch die französische Justiz ist, sagten die Anwälte von Benabderrahmane. Al-Khelaifi weit übrigens alle Vorwürfe von sich, sagte zuletzt dazu: „Ich bin beeindruckt, dass so viele Menschen ihre Lügen und Widersprüche als glaubwürdig verkaufen können, aber so ist die Medienlandschaft nun mal. Die Justiz wird ihren Lauf nehmen. Ich habe keine Zeit, über professionelle Kriminelle zu sprechen.“

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