Die slowenischen Behörden haben Bedenken der Nachbarländer allesamt in den Wind geschlagen: Am Montag gaben sie grünes Licht für die Verlängerung der Laufzeit des Uralt-Reaktors Krško. Das darf sich die Steiermark nicht gefallen lassen, fordert Gerald Schwaiger, Chef vom Dienst der „Steirerkrone“.
So sieht also „gute“ Nachbarschaft aus! Trotz zahlreicher Bitt-Prozessionen steirischer Landespolitiker nach Laibach, trotz 60.000 Unterschriften besorgter Steirer, trotz eindringlicher Warnungen unparteiischer Umweltorganisationen machen die Slowenen den Kotau vor der mächtigen Atom-Lobby: Der Uralt-Reaktor unweit der weiß-grünen Grenze darf zwei weitere Jahrzehnte am Netz bleiben! Sicherheitsbedenken sind offensichtlich egal, wenn es darum geht, Putin die lange Nase zu zeigen: Wir brauchen dein Gas nicht, wir lassen lieber unseren Schrott-Reaktor weiterlaufen. Tschernobyl? Fukushima? Was war da noch gleich? Aus der Geschichte hat kaum jemand gelernt.
Alibi-Aktion als Beruhigungspille
All das ist schon ziemlich übel. Am übelsten ist aber, dass die grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung nichts anderes war als eine Alibi-Aktion und eine Beruhigungspille für die lästigen steirischen Nachbarn, die seit Jahrzehnten Sand ins Getriebe streuen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Ergebnis schon von vornherein festgestanden ist.
Die steirische Landesregierung darf sich nicht geschlagen geben. Jetzt gilt es, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Atom-Wahnsinn zu stoppen!
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